Wetterlexikon: Buran

Sandsturm in China
Schwerer Sandsturm in der Stadt Aksu im Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang der Volksrepublik China. © picture alliance / dpa, Yuan Huanhuan/Vcg

Was ist ein Buran?

Als Buran wird ein starker Sturm bezeichnet, der vor allem in Steppen- und Wüstengebieten vorkommt. Dieser aus Nordosten wehende Wind transportiert große Sand- oder Schneemengen und ereignet sich am häufigsten in dem nordwestchinesischen autonomen Gebiet Xinjiang, in der Mongolei, in Westsibirien und in Kasachstan.

Sommerburan und Winterburan

Es wird unterschieden zwischen Sommerburan und Winterburan. Der Sommerburan ist ein heißer Sandsturm, in dem die Sichtweite aufgrund des wirbelnden Sandes oft gegen Null geht. In den Wüsten Lop Nor, im Nordwesten von China gelegen, sowie der zentralasiatischen Taklamakan wird der Buran auch als Kara buran, als schwarzer Buran, bezeichnet.

Der Winterburan ist dagegen ein Eissturm, der wirbelnden Schnee und Eiskristalle mit sich führt und deshalb als besonders kalt empfunden wird. Über der russischen Tundra wird der Buran auch Purga genannt, in Alaska heißt er Burga.