Wetterlexikon: Brontologie

So bedrohlich ziehen die Gewitter auf
So bedrohlich ziehen die Gewitter auf Vorsicht bei solch dunklen Wolken 00:44

Was ist Brontologie?

In der Brontologie oder Gewitterlehre werden Gewitter anhand von Anhaltspunkten wie visuellen Eigenschaften unterteilt. So gewinnt man Aufschluss über die Stärke, Organisation und Entwicklungsumgebung des Gewitters. Wie labil und mächtig eine Gewitterzelle ist, wird mit dem Showalter-Index angegeben, an dem sich dann ablesen lässt, wie wahrscheinlich ein Gewitter ist.

Einfachzellen-, Mehrfachzellen- und Superzellengewitter

Ein wichtiger Faktor ist in der Brontologie die Stärke des Aufwinds, um eine Unterteilung von Gewittern vorzunehmen. Auch die Wolkeneigenschaften sowie zusätzliche Merkmale im oberen, mittleren und unteren Bereich der Gewitterfront können für die Einteilung eine Rolle spielen. Insgesamt unterscheidet man vor allem Einfachzellen-, Mehrfachzellen- und Superzellengewitter. Die vierte Form sind Gewitter einer Mehrfachzellenlinie.

Zudem lassen sich Gewitter zum Beispiel auch den Phänomenen Kaltfront- oder Wärmegewitter zuordnen. Für beide Entstehungsmechanismen muss eine feuchtlabile Luftschichtung vorliegen. Die charakteristischen Gewitterwolken sind daher die Cumulonimben. Bei Kaltfrontgewittern trifft feuchte Warmluft auf eine Kaltfront. Wärmegewitter entstehen dagegen durch intensive Sonneneinstrahlung und labile Luftmassen.