Wasser in den höheren Bodenschichten

Wetterlexikon: Bodenfeuchte

Was ist Bodenfeuchte?

Der Geologe Martin Lonschinski von der Universität Jena beim Prüfen eines Tensiometers zur Messung der Bodenfeuchte.
Der Geologe Martin Lonschinski von der Universität Jena, aufgenommen am 21.01.2008 auf der einstigen Wismut-Abraumhalde in der Nähe von Kauern bei Ronneburg (Thüringen), beim Prüfen eines Tensiometers zur Messung der Bodenfeuchte.

Mit dem Maß der Bodenfeuchte beschreibt man den Gehalt von Wasser in der oberen Bodenschicht, welche von 0 bis 2 Meter Tiefe reicht. Somit bezeichnet die Bodenfeuchte das Wasser, welches trotz der Schwerkraft durch wasseranziehende und kapillare Kräfte in den höheren Bodenschichten gespeichert wird.

Der Wassergehalt hängt stark von der Witterung ab

Gerade für das Wachstum von Pflanzen spielt die Bodenfeuchte für eine ausreichende Wasserversorgung und Nährstoffzufuhr eine entscheidende Rolle. Allgemein ist der Wassergehalt der obersten Bodenschicht stark von der Witterung abhängig. Niederschläge, Verdunstungen, Strahlung, Temperatur und Wind können die Bodenfeuchte beeinflussen.

Die Bodenfeuchte kann auf zwei Weisen beschrieben werden. Zum einen wird das Gewicht des Bodenwassers in Bezug zum Gewicht der trockenen Bodensubstanz gesetzt und in Prozent angegeben. Zum anderen wird die Bodenfeuchte als Volumenprozent angegeben. Hierbei wird der prozentuale Anteil des vom Wasser eingenommenen Volumen im Vergleich zum gesamten Bodenvolumen genannt. Die Bodenfeuchte kann mit einem sogenannten Feuchtsensor gemessen werden.