Ein lokales Schweizer Windsystem

Wetterlexikon: Bise

Was ist die Bise?

Prächtige Eisskulpturen durch die Bise am Genfersee.
03.02.2012: Möwen fliegen im stürmischen Wind, der am Ufer des Genfersees prächtige Eisskulpturen geschaffen hat.

Die Bise ist ein kalter und trockener Wind aus Nord bis Nordost, der im Nordosten Europas entsteht und über die Kontinentalflächen den Genfer See, Lyon und das Schweizer Mittelland erreicht. Die Bise ist als Bote guten Wetters bekannt, im Gegensatz zu der Bise Noire, die häufig mit Regen einhergeht. Als Vorbote für die Bise tritt oft eine Windstille oder ein sich abschwächender Nordost-Wind auf.

In der Schweiz tritt die Bise vor allem im Winter auf

In Frankreich weht die Bise von Nordost in Richtung des französischen Zentralmassivs im Süden. Sie wird meist von wolkenlosem Himmel begleitet. In Herbst und Winter jedoch sind auch dunkle Wolken und Regenfälle möglich. In der Schweiz tritt die Bise vor allem in den Wintermonaten auf.

Für die Entstehung der Bise ist ein Hochdruckgebiet über den Britischen Inseln oder der Skandinavischen Halbinsel Voraussetzung, wodurch Luftmassen über den Alpen absteigen. Die Winde erreichen selten Geschwindigkeiten von bis zu 90 km/h, schwache bis mäßige Winde sind die Regel.