Wetterlexikon: Biometeorologie

Kuh in Klimakammer
Hitzestress bei Nutztieren: In Klima- und Respirationskammern können die Auswirkungen von Hitze bei Tieren untersucht werden. © picture alliance / dpa, Jens Büttner, jbu gfh

Was ist die Biometeorologie?

Biometeorologie ist die Lehre von den Wechselwirkungen zwischen atmosphärischen Prozessen und lebenden Organismen. Wichtigste Frage der Biometeorologie ist, welche Auswirkungen Klima und Wetter auf das Befinden und das Wohl der Lebewesen haben. Sie ist Teilgebiet der Meteorologie und eine interdisziplinäre Wissenschaft. Enge Verknüpfungen bestehen zu den Biowissenschaften (z. B. Ökologie) und der Medizin.

UV-, Ozon-, Allergiker-Warnung, Biowetter

Teildisziplinen stellen die phytologische Biometeorologie, die sich mit den Einflüssen auf das Pflanzenwachstum befasst, die zoologische Biometeorologie und die Humanbiometeorologie dar.

Themen sind unter anderem das Verhältnis zwischen landwirtschaftlichen Erträgen und dem Wetter, die Auswirkungen des Wetters auf das Wohlbefinden, die Leistung und die Gesundheit von Haus- und Nutztieren, der Einfluss des Wetters und des Klimas auf die menschliche Gesundheit und die Toleranzermittlung für verschiedene Lebewesen gegenüber extremen Umgebungsbedingungen.

Die Effekte werden über Simulationen in Klimakammern oder statistische Auswertungen von vorhandenen medizinischen und meteorologischen Daten verifiziert. Im Ergebnis wurden verschiedene Dienste (UV-, Ozon-, Allergiker-Warnung, Biowetter) eingeführt.