Wetterlexikon: Bioklimatologie

Wattenmeer
Das Wattenmeer ist eines der letzten verbleibenden natürlichen großräumigen Ökosysteme in Europa © picture-alliance/ dpa, Maurizio Gambarini, gam/tm_pag dokfünf

Was ist die Bioklimatologie?

Bioklimatologie, auch als Biometeorologie, Medizinmeteorologie oder Meteoro-Biologie bezeichnet, ist ein Teilgebiet der Meteorologie und ist eine interdisziplinäre Wissenschaft, die sich mit dem Zusammenhang von Atmosphäre, Weltraum und biologischen Systemen wie dem gesamten Ökosystem oder speziell dem Menschen auseinandersetzt. Die wissenschaftlichen Fragestellungen beschäftigen sich mit dem Verhältnis von Wetter und Gesundheit.

Disziplinen der Bioklimatologie

Disziplinen der Bioklimatologie sind z. B. die phytologische Biometeorologie, deren Untersuchungsgebiet der Einfluss von Wetter auf Pflanzen und ihre geografische Ausbreitung ist, oder die Humanbiometeorologie, welche die Auswirkungen von Wetter, Klima und Witterung auf den Menschen untersucht.

Die Bioklimatologie ist stark mit den Biowissenschaften, besonders der Ökologie, sowie mit der Medizin in ihrer Bezugnahme auf höhere Säugetiere verbunden. Wirken sich biologische und biochemische Vorgänge auf das Wetter aus, verwendet man den Fachbegriff Biotropie oder, bei der Reaktion von ganzen biologischen Systemen, den Begriff Meteotropie.