Wetterlexikon: Behaglichkeitstemperatur

Was ist die Behaglichkeitstemperatur?

Eine ausgewachsene Äskulapnatter, aufgenommen am 08.07.2010 in der Nähe der Ortschaft Schlangenbad (Hessen).
Reptilien sind wechselwarme Tiere, deren Körpertemperatur stark von der Umgebungstemperatur abhängig ist.

Die Behaglichkeitstemperatur, in der Fachsprache auch Indifferenztemperatur, bezeichnet die ideale Temperatur für ein bestimmtes Lebewesen, um die Körpertemperatur zu halten. Bei dieser Behaglichkeitstemperatur soll sich ein Organismus weder kalt noch warm fühlen.

Die Behaglichkeitstemperatur des Menschen liegt bei 28 bis 30 Grad

Der Mensch gibt selbst bei seiner Idealtemperatur noch Energie an die Umwelt ab, dies geschieht jedoch in einem wesentlich geringeren Maße als etwa bei sehr niedrigen Temperaturen, wenn der Körper stark erwärmt werden muss. Der Energieverbrauch ist am geringsten, wenn die Behaglichkeitstemperatur besteht.

Die Behaglichkeitstemperatur gilt für Reptilien in besonderem Maße. Im Grunde gibt es für sie keine Idealtemperatur, da sie wechselwarm sind und selbst keine Wärme produzieren. Dennoch benötigen sie eine relativ hohe Temperatur, da ihre Muskeln nur bei einer bestimmten Temperatur arbeiten können und sie abseits ihrer Indifferenztemperatur nicht leben könnten. Bei Menschen liegt die Behaglichkeitstemperatur je nach klimatischen Verhältnissen sowie ethnischer und permanenter Anpassung bei 28 bis 30 Grad Celsius.