Northern Hemispheric Annular Mode

Wetterlexikon: Arktische Oszillation

09.01.2019: Winter im Erzgebirge
Die Arktische Oszillation bringt in ihrer negativen Phase sehr kalte Temperaturen nach Süden. Diese Ostwinde führen zu kräftigen Frostperioden. © dpa, Sebastian Willnow, wil htf

Was ist eine arktische Oszillation?

Arktische Oszillation (AO), international Northern Hemispheric Annular Mode genannt, bezeichnet einen das Wetter beeinflussenden Luftwirbel, der durch die Luftdruckunterschiede und verschiedenen Temperaturen zwischen dem arktischen Raum und den mittleren Breiten bestimmt ist. Welches Luftdruckgebiet dabei den bestimmenden Einfluss hat, konnte bisher nicht vollständig geklärt werden. Das Ergebnis der Oszillation sind Ostwinde, deren Stärke von den Temperaturunterschieden beeinflusst wird. Diese Winde prägen das Wetter in beiden Regionen nachhaltig.

Die Arktische Oszillation bringt in ihrer positiven Phase warme Atlantikluft mit starken Westwinden weit nach Norden und hat dort Einfluss auf die Eisdicke. In ihrer negativen Phase bringt sie sehr kalte Temperaturen nach Süden. Diese Ostwinde führen zu kräftigen Frostperioden auch weit in Westeuropa. Die AO ist die Grundlage für einen Index, der den aktuellen Zustand des Wirbels beschreibt und wichtig für die Wettervorhersage auch in südlichen Regionen ist.