Wenn der Organismus sich auf veränderte Umweltverhältnisse anpasst

Wetterlexikon: Akklimatisation

Bergsteiger am Mont-Blanc-Massiv in den Alpen.
Bergsteiger beim Aufstieg zum Südgipfel der Aiguille du Tour am Mont-Blanc-Massiv in den Alpen. © picture alliance / imageBROKER, Markus Obländer

Was ist Akklimatisation?

Akklimatisation benennt den komplexen Vorgang, der einem Organismus dabei hilft, sich flexibel an veränderte Umweltverhältnisse anzupassen, beispielsweise, mit der in großen Höhen abnehmenden Sauerstoffkonzentration zurechtzukommen. 

Auf 5.500 Metern gibt es nur noch halb so viel Sauerstoff

Auf 5.500 Metern über dem Meeresspiegel ist nur noch halb so viel Sauerstoff vorhanden wie auf dem regulären Bodenniveau. An diesen Sauerstoffschwund muss sich der Körper anpassen und seine Körperfunktionen dahingehend regulieren, dass der Organismus den vorhandenen Sauerstoff bestmöglich aufnehmen, einsetzen und verarbeiten kann.

Aber auch anderen höhentypischen Anpassungen muss der Körper entgegenwirken. Dazu gehören zum Beispiel verminderte Harnaktivitäten oder auch quälender Kopfschmerz. Sind letztere Symptome rückgängig, was beispielsweise durch vermehrtes Urinieren und die Annäherung an den eigentlichen Ruhepuls zu sehen ist, kann man davon ausgehen, dass sich der Körper verhältnismäßig gut angepasst hat. Diese Anpassungen funktionieren bis in ca. 5.000 m Höhe. In weiteren Höhenlagen greift der Körper nur noch auf Reserven zurück, man spricht dann von Adaption.