Airman's Meteorological Information

Wetterlexikon: AIRMET

Meteorologe bei der Bundeswehr
Der Meteorologe Martin Oberndörfer hängt am 19.07.2016 in der Wetterberatung des Heeresflugplatzes in Niederstetten (Baden-Württemberg) Wettervorhersagen auf. © picture alliance / dpa, Inga Kjer, ink hpl

Was bedeutet AIRMET?

Eine AIRMET (Airman's Meteorological Information) ist Teil der Wetterberatung für die Allgemeine Luftfahrt im unteren Luftraum bis 10.000 ft. bzw. FL 100 und betrifft hauptsächlich den Sichtflugbetrieb. Sie ist jeweils für sechs Stunden gültig und wird – ähnlich wie eine SIGMET (significant meteorological phenomena) nur bei Überschreiten bestimmter Wetterparameter von den verantwortlichen Flugwetterberatungsstellen veröffentlicht und als Bestandteil des ATIS (Automated Terminal Information Service) auf den ausgewiesenen VHF-Frequenzen in einer Endlosschleife gesendet. In der in Englisch verfassten AIRMET werden die in der Flugwetterberatung üblichen Kürzel verwendet.

Für folgende Wettererscheinungen werden AIRMETs erstellt

Eine AIRMET wird erstellt, wenn folgende Wetterphänomene für die Vorhersageregion überschritten bzw. unterschritten werden:

- Bodenwind stärker als 35 Knoten (65 km/h)
- Bodensicht geringer als 5 km
- Regionale Gewitter mit oder ohne Hagel
- Wolkenbedeckung mit Untergrenzen unterhalb 1.000 ft. über Grund
- Vereisungsgefahr (moderate) außerhalb der Wolken
- Turbulenzen (moderate) mit Höhenangabe
- Auftreten von Leewellen (mountain waves) bei starkem Föhn