Das Leuchten der höheren Atmosphärenschichten

Wetterlexikon: Airglow

Airglow über Australien aus dem All
Am 7.10.2018 schoss ein Astronaut an Bord der International Space Station (ISS) dieses Foto über Australien. Der orange Farbton, der die Erde umhüllt, ist als Airglow bekannt. © picture alliance / ZUMAPRESS.com, NASA, Shalan Stewart

Was ist Airglow?

Unter Airglow wird das Leuchten der höheren Atmosphärenschichten verstanden. Die Höhe dieser besonderen Atmosphärenschichten beträgt 70 Kilometer. Entscheidend für den Airglow ist, dass der Himmel keinerlei Wolken besitzt. Mit Hilfe von Rekombinationsprozessen entsteht das helle Leuchten, wobei auch die Luftmoleküle und die UV-Strahlung eine wichtige Rolle für das Phänomen spielen. Von einer Raumstation aus wirken die kleinen Lichter wie lange leuchtende Ringe.

Nightglow, Dayglow und Twilightglow

Nicht nur von einer Raumstation aus lassen sich die Lichter beobachten, auch am Erdboden erscheint der Himmel in vielen kleinen leuchtenden Farbringen. Die ersten Beobachtungen zum Airglow wurden von Anders Angström im 19. Jahrhundert gemacht. Es werden drei verschiedene Typen von Airglow unterschieden, und zwar der Nightglow, Dayglow und Twilightglow. Der Nightglow entsteht in der Nacht, der Dayglow am Tag und der Twilightglow in der Dämmerung.