Wenn der lichte Tag und die Nacht gleich lang sind

Wetterlexikon: Äquinoktien

Was sind Äquinoktien?
Die Tag-und Nacht-Gleiche findet zweimal im Jahr statt. © picture alliance / AP Photo, Rebecca Blackwell

Was sind Äquinoktien?

Der Begriff Äquinoktium (lat. Tag-und-Nacht-Gleiche) bezeichnet sowohl die Tage im Jahr, an denen überall auf der Erde der lichte Tag und die Nacht gleich lang sind, als auch spezielle Koordinaten im Weltraum.

In der Astronomie wird die Tag-und-Nacht-Gleiche sekundengenau angegeben

Äquinoktien als Zeitpunkte der Tag-und-Nacht-Gleiche finden am 20. oder 21. März (Frühjahrsäquinoktium) und am 22. oder 23. September (Herbstäquinoktium) statt. In der Astronomie wird der Zeitpunkt sogar sekundengenau angegeben. Maßgeblich ist der Zeitpunkt, zu dem die Sonne den Himmelsäquator überquert. Das Frühjahrsäquinoktium markiert den kalendarischen Frühlingsanfang, das Herbstäquinoktium den Beginn des Herbstes.

Besonders in den subtropischen Meeren zur Zeit der Äquinoktien auftretende Stürme mit kräftigen Regenfällen und Gewittern werden in älterer Literatur als Äquinoktialstürme bezeichnet. Der Begriff stammt vermutlich aus dem 17. Jahrhundert und ist wissenschaftlich nicht gebräuchlich.

In ihrer Bedeutung als Himmelskoordinaten macht man die Äquinoktien oder Äquinoktialpunkte aus, wo sich die Überschneidungspunkte des Himmelsäquators und der scheinbaren Sonnenbahn über dem Himmel, der Ekliptik, befinden.