Winde, die sich vom Standpunkt des Betrachters wegbewegen

Wetterlexikon: Abwind

Eine Gleitschirmfliegerin war in einen Abwind geraten und musste notlanden.
Ein Bergretter befreit am 05.10.2013 bei Bad Reichenhall (Bayern) aus dem Wipfel einer Tanne einen Gleitschirm. Eine Gleitschirmfliegerin war in einen Abwind geraten und hatte notlanden müssen. © picture alliance / dpa, Markus Leitner, fdt olg

Was ist Abwind?

Als Abwind bezeichnet man jene Winde, die sich vom Standpunkt des Betrachters wegbewegen. Liegt eine Region hauptsächlich im Ostwind und ein Wohngebiet befindet sich dort westlich einer Fabrik, so liegt das Wohngebiet im Abwind dieser Fabrik. Von einem Abwind spricht man auch beim Hangwind, der lokal erzeugt wird, aber dessen Richtung durch einen Berghang nach unten oder oben umgelenkt wird. Das Gegenstück zum Abwind ist der Aufwind, eine örtlich begrenzte, senkrechte Luftbewegung.

In der Luftfahrt bezeichnet "downwash" einen technischen Abwind

Wenn in der Luftfahrttechnik von dem englischen Begriff "downwash" gesprochen wird, bezeichnet dieser einen technischen Abwind, wie er bei Flugzeugen oder Hubschraubern vorkommt. Während dieser bei Flugzeugen wegen der nötigen Vorwärtsbewegung vom Boden aus kaum wahrgenommen werden kann, erzeugen bei Hubschraubern die drehenden Rotorblätter Abwind, der bei Start und Landung deutlich spürbar ist.

Im Formel-1-Rennsport wurde 2008 über einen Abwind erzeugenden Mittelachsenflügel diskutiert, der den Windschatten der nachfolgenden Wagen verbessern sollte, um bessere Überholmanöver zu ermöglichen.