Die abwärtsgerichtete Strömungen der Atmosphäre

Wetterlexikon: Absinken

Nebel an der Burg Hohenzollern
Die Burg Hohenzollern (bei Hechingen im Zollernalbkreis) inmitten einer Inversionswetterlage im dichten Wolkenmeer. © dpa, Roland Beck

Was bedeutet absinken?

Absinken meint abwärtsgerichtete Strömungen der Atmosphäre. Die Strömungen erreichen dabei lediglich eine Geschwindigkeit von 0,1 m/s oder weniger. Die Luft erwärmt sich während dieses Vorgangs und wird gleichzeitig trockener. Absinken ist ein sichtbarer Prozess, der beispielsweise durch blaue Lücken zwischen Wolken bemerkbar ist.

Absinken kann nach links oder rechts ausgerichtet stattfinden

Absinken kann dynamisch oder orographisch, d.h. nach links oder rechts ausgerichtet stattfinden. Dynamisches Absinken tritt großräumig im Zentrum eines Hochdruckgebietes auf. Ein orographisches Absinken hingegen findet an der dem Wind abgewandten Leeseite eines Gebirges statt. Da sich das Gebirge dadurch erwärmt, lösen sich die ihn umgebenden Wolken auf.

Die höher gelegene Luft bzw. die absinkende ist wärmer als die darunterliegende. Die durch den Absinkprozess entstehende Grenzschicht beinhaltet schließlich kältere anstatt wärmerer Luft. Dadurch bildet sich die sogenannte Absinkinversion. Bei ihr lagert sich die wärmere über der kälteren Luft ab.