Wenn sich der Abendhimmel rötlich färbt

Wetterlexikon: Abendrot

Abendrot über Frankfurt
Der rötlich verfärbte Abendhimmel, aufgenommen am 05.12.2013 über der Skyline von Frankfurt am Main (Hessen). © dpa, Frank Rumpenhorst

Was ist Abendrot?

Von Abendrot wird gesprochen, wenn sich der Abendhimmel bei tiefem Stand der Sonne rötlich färbt. Sonnenstrahlen treffen in unterschiedlichen Wellenlängen auf die Erde. Auf dem Weg wird es an den unterschiedlichen Bestandteilen der Atmosphäre gestreut und in die einzelnen Spektralfarben zerlegt. Luftmoleküle streuen das blaue Licht stärker als das rote und so erscheint die Sonne orange. Kommen noch viele Wassertröpfchen in der Atmosphäre hinzu, ist ein schönes Rot am Abendhimmel zu sehen. Aber auch Staubteilchen wie Wüstensand oder Asche von einem Vulkanausbruch können zu einem gefärbten Abendhimmel beitragen.

"Abendrot – Schönwetter bot, Morgenrot – Schlechtwetter droht"

Im Volksmund gilt Abendrot als Schönwetterzeichen. Eine Bauernregel besagt "Abendrot – Schönwetter bot, Morgenrot – Schlechtwetter droht". Tatsächlich ist diese Regel in den meisten Fällen zutreffend. Für ein schönes Abendrot ist ein klarer Westhimmel mit Wolken im Osten förderlich. Diese Wolken ziehen dann während der Nacht weiter Richtung Osten und sorgen für einen klaren Tag.