Wetter-Lexikon: Wie entsteht eigentlich ein Gewitter?

Blitz und Donner

Ein Gewitter ist eine meteorologische Erscheinung, die mit elektrischen Entladungen und Donner einhergeht. Typisch für Gewitter sind Wolken mit einer großen vertikalen Ausdehung (Cumulonimbus). Gewitter treten vor allem im Sommer auf. Aber auch in der kalten Jahreszeit sind Gewitter nichts Ungewöhnliches.

So entsteht ein Gewitter
Dunkle Gewitterwolken am Himmel © dpa, Thomas Eisenhuth

Sie entstehen ganz einfach gesagt, wenn warme, feuchte und energiereiche Luft aufsteigt. Wenn die Luft nun abkühlt, erreicht sie den Punkt, an dem die enthaltene Feuchtigkeit kondensiert. Hierdurch entsteht Wärme, die die Luft noch weiter aufsteigen lässt. Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem sich die enthaltene Energie schlagartig entlädt.

Etwas genauer, aber auch komplizierter:

Voraussetzung für ein Gewitter ist eine potentiell instabile Schichtung. Je höher die potentielle Instabilität ist, um so größer ist das Gewitterpotential. Potentielle Instabilität bedeutet, dass zusätzliche Antriebe notwendig sind, um Instabilität zu erzeugen und Gewitter auszulösen.

Es gibt verschiedene Auslösefaktoren. Thermische Auslöser sind die Sonneneinstrahlung (hauptsächtlich im Sommer) oder eine relativ warme Wasseroberfläche (im Herbst und Winter). Gewitter können auch durch Hebung an Gebirgen oder dynamische Hebung entstehen. Liegt eine hohe potentielle Instabilität vor und wirken mehrere Auslösefaktoren gemeinsam, so ist mit schweren Gewittern zu rechnen.

Je nach Intensität können Gewitter mit Schauern in Form von Regen, Starkregen, Graupel, Hagel (im Winter auch Schnee) und heftigen Böen verbunden sein.