Von wegen Wonne

Im Mai zeichnet sich ein munterer Wetterwechsel ab

von Oliver Hantke und Björn Alexander

Aktuell mischen die Wettercomputer die Karten für den Monat Mai. Denn es scheint sich was zu tun in der Wetterwelt. Ob es bald auch mal für Sommerwerte reicht und wie viel Regen in nächster Zeit drin ist, weiß RTL-Meteorologe Björn Alexander.

Warm oder kalt - wohin schwingt das Pendel beim Wetter in nächster Zeit?

Björn Alexander: „Zunächst einmal lässt eine südlichere Strömung die volle Frühlingsbreitseite bei uns in Deutschland einkehren. Verbreitet mit Spitzenwerten von 15 bis 22 Grad zum Ende des teils launischen Aprils. Doch dann kommt der nächste Wetterumschwung. Denn zwischen einem Hoch über dem Atlantik und einem Tief über Skandinavien macht sich Luft aus Norden auf den Weg Richtung Mitteleuropa.”

Was bedeutet das für uns?

„Dass die Temperaturen im Mai spürbar runter gehen. So erwarten uns am 1. Mai maximal noch 10 bis 19 Grad, mit den wärmsten Werten im Osten, während der Norden bei nördlicher Strömung am kältesten ist. Am Montag und Dienstag geht es zwar zaghaft aufwärts. Aber mehr als 20 Grad sehen die Wettercomputer momentan nicht. Also eher Aprilfrische statt Mai-Hitze.”

Die Grafik zeigt die Höchstwerte am Sonntag, 01.05.2022
Am Sonntag wird die Frühlingswärme schon wieder fast aus ganz Deutschland gedrängt.

Wie sieht es beim Regen aus?

Gerade der Norden Deutschlands hatte zuletzt ja kaum etwas vom Regen abbekommen und dementsprechend dürstet es der Natur nach Wasser. Zumindest beschreibt Alexander hier ein paar Chancen. Doch zuerst ist wohl wieder der Süden dran: „Noch sind die Unsicherheiten bei den Prognosen groß. Alles in allem geht es aber im Süden unseres Landes schon mal recht durchwachsen in den Wonnemonat Mai. Und das wiederholt mit Regengüssen.” Lokale Gewitter seien laut Alexander ebenfalls nicht auszuschließen. Im übrigen Land sieht der Meteorologe, dass die Trends dagegen zu einem freundlichen Sonne-Wolken-Mix tendieren.

Die Grafik zeigt den Niederschlag für Dienstag, 03.05.2022
Am Dienstag wird es vor allem im Süden nass. Aber auch im Norden kann es regnen.

Süden nass - der große Rest weiß noch nicht

So prognostiziert der Wettermann krasse Kontraste bei der Regenverteilung: „Binnen der kommenden zehn Tage sind südlich der Donau bis zu über 80 Liter pro Quadratmeter denkbar, während es im übrigen Land ein zähes Ringen um nennenswerte Regenmengen werden könnte. Ganz auszuschließen sind sie aber auch nicht - zumal die kommende Weichenstellung für den Mai erst einmal für Bewegung in der Wetterküche sorgen dürfte.”

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(oha, bal)