Wetter an Pfingsten 2016: Die Eisheiligen bringen Polarluft und Schauer

Die Eisheiligen bringen Polarluft und Schauer

Die Eisheiligen kommen wie Spielverderber daher. Die zunehmende Erwärmung im Frühjahr erfolgt nicht kontinuierlich und wird immer wieder durch Kaltlufteinbrüche aus polaren Regionen unterbrochen. Die Eisheiligen gehören zu den sogenannten meteorologischen Singularitäten und stellen Witterungsregelfälle dar, die zu bestimmten Zeiten im Jahr gehäuft auftreten. Bonifatius (am 14. Mai) und die kalte Sophie (am 15. Mai) zeigen dieses Jahr ihr "kaltes Gesicht". Mit einer kräftigen nördlichen bis nordwestlichen Strömung gelangt zwischen Tiefdruckgebieten über Nord- und Osteuropa und hohem Luftdruck bei Island kalte Polarluft nach Deutschland.

So wird das Wetter zu Pfingsten 2016
Temperatursturz, Wind und Frostgefahr! © dpa, Armin Weigel

Pfingstmontag (16.05.) wird leider auch nicht trocken über die Bühne gehen. Der Schwerpunkt der Niederschläge liegt im Nordosten und im Süden. Die Temperaturen bleiben aber unverändert. Nach einem zum Teil frostigen Start erreicht München nur 10, Freiburg 12, Hamburg, Berlin und Köln bekommen 13 Grad. In der Mitte scheint die Sonne mit 4 bis 7 Stunden wohl am meisten. Der Wind bleibt meist noch unangenehm.

Was ist die Bedeutung von Pfingsten? Was bedeuten die Pfingstsymbole?

Pfingsten kommt aus dem Griechischen – Pentecoste – und bedeutet 'Fünfzig'. 50 Tage nach Ostern, besser 49 Tage nach dem Ostersonntag wird die Entsendung bzw. die Herabkunft des Heiligen Geistes gefeiert. Zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingstsamstag liegen immer 9 Tage. In dieser Zeit wird die Pfingstnovene gebetet, mit dem man sich auf das Heilige Pfingstfest vorbereitet. Im zweiten Kapitel der Apostelgeschichte im neuen Testament werden die Erfahrungen der Jünger Jesu Christi beim Pfingstfest beschrieben.

Vielerorts werden Pfingstsymbole wie Tauben, Rosen und Pfingstfeuer verwendet. Doch wofür stehen diese an Pfingsten? Die Taube gilt als Symbol für den Heiligen Geist, der laut dem Johannesevangelium bei der Taufe Jesu über ihm schwebte. Rosen stehen für die Legende der weinenden Frau, die nach der Kreuzigung Jesu in ihrem Garten saß und bemerkte, wie Gott die Dornen der Rose fortnahm und so das Leid in Freude verwandelte. Das Feuer symbolisiert zum einen den Beginn der christlichen Missionierung, die als Geburt der Kirche gilt. Vielmehr erinnert es an die Darstellung der Jünger Jesu mit Feuerzungen über ihren Köpfen als Erleuchtung durch den Heiligen Geist.

Ein heute nur noch vereinzelt gepflegtes Brauchtum ist das Schmücken des Pfingstochsen an Pfingstsonntag. Das Vieh wurde an diesem Tag das erste Mal auf die Weide getrieben und durch den Ort geführt. Das kräftigste Tier wurde mit Blumen und Bändern geschmückt und führte dann als Pfingstochse einen Festumzug an.