Welt-Mädchentag

Mädchen leiden häufiger unter Klimawandel, Krieg und Coronakrise

Heute findet der Welt-Mädchentag statt. Seitdem hat sich zwar eine Menge verbessert, aber Krisen wie der Klimawandel, die Corona-Pandemie oder kriegerische Konflikte, wie der in der Ukraine drohen das Erreichte wieder zu zerstören.

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Senta Berger setzt sich für Frauen und Mädchen ein

ARCHIV - 29.08.2021, Bayern, Tutzing: Die Schauspielerin Senta Berger lächelt im Rosengarten der Politischen Akademie am Starnberger See. (zu dpa "Zum Welt-Mädchentag: Senta Berger hofft auf mehr Gleichberechtigung") Foto: Ursula Düren/dpa +++ dpa-Bi
Schauspielerin Senta Berger engagiert sich für Mädchen und junge Frauen weltweit.

Als Schauspielerin Senta Berger 2003 mit der Kinderrechtsorganisation Plan International Projekte in Nepal besuchte, traute sie ihren Augen nicht: Während das Mädchen Sharmila bei eisiger Kälte barfuß und in abgerissenen Kleidern unterwegs war, trug ihr Bruder Schuhe sowie eine Uniform und durfte die Schule besuchen. Als Senta Berger nach dem Grund für diese ungleiche Behandlung fragte, sagte die Mutter der Geschwister: „Weil sie ein Mädchen ist.“ Das hatte die Schauspielerin so geärgert, dass sie begann, sich gemeinsam mit der Organisation Plan für die Rechte von Mädchen und jungen Frauen weltweit einzusetzen. Plan International ist eine unabhängige Organisation der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe.

Mädchen haben aufgeholt

10.10.2022, Berlin: Henrike Resch (l) aus dem Jugendbeirat von Plan International und Svenja Schulze (SPD), Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, unterhalten sich beim symbolischen Takeover des Bundesentwicklungsministe
Aktion zum Welt-Mädchentag: Henrike Resch (l) aus dem Jugendbeirat von Plan International und Svenja Schulze (SPD), Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, unterhalten sich beim symbolischen Takeover des Bundesentwicklungsministeriums am Welt-Mädchentag. Die symbolische Übernahme soll das Engagement für die Rechte von Mädchen auch in Deutschland einfordern.

Auf Initiative von Plan riefen die Vereinten Nationen den Welt-Mädchentag ins Leben, der seit zehn Jahren am 11. Oktober begangen wird. Seitdem hat sich einiges zum Besseren gewendet. Aufholen konnten Mädchen vor allem beim Thema Bildung, einem Schlüsselthema für die Armutsbekämpfung. Auch im Gesundheitsbereich gab es substanzielle Verbesserungen. Die Müttersterblichkeit sank, mehr junge Frauen können heute ihre Familienplanung selbst bestimmen – eine wichtige Voraussetzung für ihre Zukunft. Erfolge gab es zudem bei der Bekämpfung von Kinder-, Früh- und Zwangsheirat.

Klimawandel wirke sich negativ auf die Gleichberechtigung aus

Doch viele Errungenschaften könnten nun wieder rückgängig gemacht werden. „Die Fortschritte sind massiv in Gefahr durch drei ineinandergreifende globale Krisen: die Corona-Pandemie, der Klimawandel und der Krieg in der Ukraine sowie die daraus resultierende globale Ernährungskrise“, sagt Kathrin Hartkopf, Geschäftsführerin von Plan International Deutschland.

Durch die Corona-Pandemie seien Mädchen, die vorher eine weiterführende Schule besuchten, häufig nicht wieder zurückgegangen, weil sie jetzt die Familie unterstützen müssen. Auch der Klimawandel wirke sich negativ auf das Erreichen von Gleichberechtigung aus, denn in betroffenen Ländern müssten Mädchen oft Wasser beschaffen und bei der Ernährung der Familie helfen. Oder sie würden früh verheiratet, damit weniger Kinder Essen benötigen. Dadurch steige auch die Zahl der Frühschwangerschaften wieder an. Und die zunehmenden Hungerkrisen führten dazu, dass Mädchen und Frauen häufig zuletzt und am wenigsten essen, wenn Lebensmittel knapp sind.

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