Was erzeugt das Meeresleuchten?

Faszinierendes Naturschauspiel

Es fasziniert Beobachter immer wieder: Das Meeresleuchten. Das Phänomen lässt das Meerwasser blau oder grün leuchten. Verantwortlich dafür sind Mikroorganismen, die sich erhellen, wenn Sauerstoff auf sie trifft und sie verformt werden. Das passiert bei der Bewegung des Wassers. Reitet also beispielsweise ein Surfer über die Wellen, wühlt er damit das Plankton auf und unter seinem Surfbrett fängt das Meer an zu leuchten. Forscher von der „Scripps Institution of Oceanography“ in San Diego klärten nun, was genau passieren muss, damit das Plankton zu leuchten beginnt.

Chemische Vorgänge in der Zelle

Dass das nächtliche grünlich-blaue Meeresleuchten, auch Biolumineszenz genannt, auf weltweit vorkommende, bestimmte Mikroorganismen zurückgeht, ist nicht neu. Ebenso wenig die chemischen Vorgänge in der Zelle. In den sogenannten Dinoflagellaten verändert sich der Kalziumwert und sorgt dafür, dass das Protein Luciferin oxidiert und Licht abgibt. Doch sollten die Untersuchungen am Institut für Ozeanographie klären, wie genau der chemische Vorgang ausgelöst wird.

Leuchten als Schutz vor Fressfeinden?

Forscher sind dem mysteriösen Meeresleuchten auf den Grund gegangen.
Forscher sind dem mysteriösen Meeresleuchten auf den Grund gegangen. © iStockphoto, PawelG Photo

Bestimmte Bedingungen müssen allerdings erfüllt sein, damit die Mikroorganismen die „Lampe“ anknipsen. Sie müssen in hoher Konzentration vorhanden sein, was eher selten der Fall ist. Außerdem sind mechanische Voraussetzungen für das Leuchten verantwortlich. Welche das sind, untersuchten Wissenschaftler in Laborversuchen an einer dieser Arten: dem transparenten Einzeller Pyrocystis lunula. 

Die Versuche zeigten, dass eine Verformung der Zellwand der Auslöser für das blaue Leuchten ist. Die Helligkeit hängt zudem davon ab, wie stark und schnell die Zelle verformt wird. Warum die Einzeller leuchten, darüber konnten die Forscher nur Vermutungen anstellen. Möglicherweise diene es zum Abschrecken von Fressfeinden.

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