Tornadogefahr und Orkanböen!

Erster Doppelschlag mit XANDRA und YLENIA

von Oliver Hantke und Martin Pscherer

Jetzt geht die Sturmlage in die heiße Phase. Mit einem Doppelschlag eröffnen XANDRA und YLENIA die Sturmserie. Die Orkanlage erreicht in der Nacht und am Donnerstag ihren ersten Höhepunkt. Mit dabei Orkanböen und eine stark erhöhte Tornadogefahr! Ein zweites Starkwindfeld zieht dann am Donnerstag über uns hinweg. „Am Mittwoch wird es im Laufe des Tages immer stürmischer. Im Westen und Nordwesten kommen erste Sturmböen auf. Im Laufe der Nacht gibt es dann auch im Osten verbreitet Sturmböen bis schwere Sturmböen, im Bergland und an den Küsten Orkanböen. Teilweise sind auch im Flachland orkanartige oder sogar einzelne Orkanböen möglich“, so RTL-Meteorologe Martin Pscherer. Mit Behinderungen und Ausfällen auf den öffentlichen Verkehrswegen muss am Donnerstagmorgen gerechnet werden. Das dritte Orkantief ZYENEP könnte uns dann in der Nacht zu Samstag noch heftiger treffen.

Oben im Video: Sturmfahrplan für Deutschland – hier wird es besonders brenzlig.

Unwetterwarnungen: Orkanböen und Tornadogefahr in der Nacht zu Donnerstag

Sturm-Prognose für die Nacht auf Donnerstag
Die stärksten Windböen sind in der Nacht zu Donnerstag in der Mitte und im Norden.

Die ersten gefährlichen Böen kommen am Mittwochabend im Nordwesten von Deutschland an. In der Nacht zu Donnerstag legt der Wind noch mehr zu. „Der Sturm breitet sich in der Nacht auch in den Osten aus. Verbreitet sind schwere Sturmböen dabei, im Bergland und an den Küsten Orkanböen bis 140 km/h. Und selbst im Flachland sind zum Teil Orkanböen von knapp 120 km/h zu erwarten“, prognostiziert Wetterexperte Martin Pscherer. Auch die Sturmflutgefahr steigt an. Da am Mittwoch auch noch Vollmond ist, kann die Sturmflut noch höher ausfallen.

Der Schwerpunkt liegt in der Nacht in den frühen Morgenstunden vor allem im Westen und Norden. Im Norden besteht zudem noch eine erhöhte Tornadogefahr.

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Behinderungen beim Verkehr durch Orkanschäden am Donnerstagmorgen

Mit großen Behinderungen muss am Donnerstagmorgen im Straßen-, Bahn- und Flugverkehr gerechnet werden. Vor allem Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen und Hamburg könnten zum Berufsverkehr einige Anlaufschwierigkeiten bekommen. Aber auch die Fußgänger draußen müssen sowohl in bebauten Gebieten (Dachziegel, Planen etc.) als auch im Wald (Äste, Bäume etc.) unbedingt vorsichtig sein. Wer nicht raus muss, sollte besser daheim bleiben.

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Auch nach Abklingen eines Sturms besteht weiterhin die Gefahr herabstürzender Äste. Deshalb sollte man besser nicht in Parks und im Stadtwald spazieren gehen und die Friedhöfe nicht betreten. Alle Flächen werden in den kommenden Tagen auf Baumschäden überprüft und mögliche Gefahrenquellen beseitigt. Bitte informieren Sie sich bei den lokalen Behörden.

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Weitere Unwetterwarnungen: Sturmlage bleibt auch am Donnerstag - kurze Beruhigung in der Nacht zu Freitag

Die Deutschlandkarte zeigt die Sturm- und Orkangefahr am Donnerstag. Hiernach würde fast ganz Deutschland getroffen werden
Auch am Donnerstag bleibt es windig bis stürmisch mit weiteren Orkanböen.

Auch am Donnerstag selbst bleibt es erst noch windig bis stürmisch, denn ein zweites Hauptsturmfeld zieht über uns hinweg. „Auch am Tage muss weiter mit orkanartigen Böen (zwischen 80 und 110 km/h) im Flachland und Orkanböen (zwischen 120 und 140 km/h) an den Küsten und im Bergland gerechnet werden. Betroffen sind dann vor allem die Gebiete von der Nordsee bis in den Osten. Hier können auch im Flachland noch Orkanböen – in Berlin bis 130 km/h - auftreten. Von Südwesten lässt der Wind im Laufe des Tages nach,“ sagt Meteorologe Martin Pscherer. In der Nacht zu Freitag und am Freitagmorgen sieht es dann nach einer kurzen Wetterberuhigung aus.

Zweiter Höhepunkt: Schwere Orkanböen am Freitag und in der Nacht auf Samstag

Die Deutschlandkarte zeigt die Sturm- und Orkangefahr am Freitag und in der Nacht zu Samstag. Hiernach würde das zweite Hauptsturmfeld die Nordhälfte und Mitte voll erwischen.
Sturm-Peak Nummer 2. In der Nacht von Freitag auf Samstag könnte es richtig krachen.

Am Freitag folgt nach einem etwas ruhigeren Start das Orkantief ZYNEP. Der Wind nimmt wieder an Stärke zu und erreicht schon in den Mittagsstunden Sturmstärke. Es gibt zwar immer noch ein paar Unsicherheiten und Unterschiede in den Wettermodellen, was den Höhepunkt des zweiten Sturms angeht. Er könnte aber noch heftiger ausfallen als der Sturm am Donnerstag. Dazu noch einmal unser Meteorologe:„Hier hat die genaue Zugbahn weitreichende Auswirkungen. So kann es nach dem deutschen Wettermodell über der breiten Mitte nochmal etwas mehr zur Sache gehen, während in Schleswig-Holstein die Flocken fallen. Wahrscheinlich ist aber eher, dass das Tief dem Norden Freitagabend sowie in der Nacht zu Samstag wieder Sturmböen, den Bergen und Küsten auch Orkanböen, bringt. An der Nordsee besteht weiter Sturmflutgefahr.“

Über die weitere Entwicklung halten wir Sie immer auf dem Laufenden, zumal auch noch ein drittes Sturm- und Orkantief am Sonntag und Montag auf uns übergreifen könnte. Hier sind die Unsicherheiten aber noch sehr groß.

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(oha, mps)