Blitz und Donner in Urlaubsregionen

Unwetter Mittelmeer: Jetzt ziehen die Gewitter von Italien nach Griechenland

von Oliver Hantke und Carlo Pfaff

Kräftige Gewittergüsse haben zu Beginn der Woche in Spanien zugeschlagen. Besonders betroffen war die Stadt Torrevieja im Südosten Spaniens. Und auch zum Ende der Woche drohen örtlich krasse Regenmengen mit Unwetterpotenzial jetzt von Italien über Albanien bis nach Griechenland. Hier die Übersicht für die nächsten Tage.

Oben im Video die Wetterprognose für Europa für die nächsten 10 Tage

Donnerstag: Gefahr vor allem in Süditalien

Die Grafik zeigt das Gewitterrisiko über Südeuropa für Donnerstag, 13.10.2022
Heute können vor allem in einem Gebiet von Tunesien über Sardinien, Süditalien und Sizilien heftige Gewitter auftreten.

Am Donnerstag liegt der Regenschwerpunkt über der Mitte und dem Süden Italiens. Auch Tunesien sowie generell über der Adria fällt einiges vom Himmel. Wetter.de-Meteorologe Carlo Pfaff „sieht die größte Unwettergefahr in Süditalien“.

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Video: Katastrophenalarm nach Unwetter in Italien Mitte September

Freitag: Unwetter ziehen weiter bis nach Griechenland

Die Grafik zeigt die Niederschläge am Freitag, 14.10.2022
Am Freitag sind die stärksten Niederschläge über der südlichen Adria und an der Westküste Griechenlands und Albanien zu erwarten.

Am Donnerstag verschiebt sich der Schwerpunkt der Regengüsse. Dann ist nur noch die Südspitze Italiens gefährdet. Der Schwerpunkt wird sich aber über die Adria in den Westen Griechenlands und nach Albanien verlagern. Auch die beliebten griechischen Inseln wie Korfu und Zakynthos sind gefährdet. „Am Freitag besteht vor allem in Albanien und Griechenland die größte Gefahr von Unwettern“, ergänzt Pfaff.

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Warmes Mittelmeer Grund für die häufigen Unwetter

Das Extrem-Wetter, das in den letzten Wochen den Süden Europas in Atem hält, ist das Ergebnis mehrerer Wetter-Phänomene, die sich gegenseitig beeinflussen. „Einerseits liegt es natürlich an Tiefdruckgebieten oder auch nur schwachen Tiefausläufern, die sich über dem Süden Europas befinden“, erklärt wetter.de-Meteorologe Carlo Pfaff.

„Das allein reicht aber noch nicht für solchen Starkregen oder eine extreme Unwetterlage. Allerdings wird es noch vom extrem warmen Mittelmeer gefüttert, es bedient sich aus dem verdunstenden Wasser des Meeres.“ Hinzu kommt, dass sich die Gewitter in bergigen Regionen stauen und das Weiterziehen erschwert ist. Keine gute Mischung – um genauer zu sein kann es häufig sogar eine katastrophale Mischung sein.

Lese-Tipp: Darum ist es so gefährlich, wenn das Mittelmeer so warm ist

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(oha, apf)