Krasse Regenmengen

Unwetter am Mittelmeer von Spanien über Italien bis nach Griechenland

von Oliver Hantke und Carlo Pfaff

Kräftige Gewittergüsse haben zu Beginn der Woche in Spanien zugeschlagen. Besonders betroffen war die Stadt Torrevieja im Südosten Spaniens. Hier fielen innerhalb kürzester Zeit bis zu 50 Liter Regen auf den Quadratmeter. Aus Straßen wurden Flüsse, die alles mit sich gerissen haben. Und auch in den nächsten Tagen sieht es im Mittelmeerraum häufig nicht besser aus. Immer wieder drohen örtlich krasse Regenmengen mit Unwetterpotenzial von Spanien über die Balearen und Italien bis zum Balkan. Hier die Übersicht über die nächsten Tage.

Oben im Video die Wetterprognose für Europa für die nächsten 10 Tage

Tweet: Reißende Fluten in der spanischen Stadt Torrevieja

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Dienstag: Größte Gefahren in Spanien, den Balearen und an der Adria

Die Grafik zeigt die Niederschläge am Dienstag, 11.10.2022
Da ist eine Menge Regen unterwegs am Mittelmeer.

Obwohl derzeit gar kein ausgeprägtes Tiefdruckgebiet über dem Mittelmeer liegt, kommt das Wetter dort nicht zur Ruhe. Immer wieder prasseln örtlich Regengüsse vom Himmel, die schnell für extreme Überschwemmungen sorgen können.

Dazu unser Meteorologe Carlo Pfaff: „Heute besteht Unwettergefahr in Teilen Spaniens (in Valencia-Alicante-Ibiza sowie vom Süden Kroatiens bis in den Nordwesten Griechenlands). Es sind Regenmengen von über 100 Liter Regen pro Quadratmeter in kurzer Zeit möglich.

Hier geht es zum Gewitterrisiko in Spanien und auf den Baleren

Lese-Tipp: Starkregen und Gewitter auf Mallorca und Menorca

Warmes Mittelmeer Grund für die häufigen Unwetter

Das Extrem-Wetter, das in den letzten Wochen den Süden Europas in Atem hält, ist das Ergebnis mehrerer Wetter-Phänomene, die sich gegenseitig beeinflussen. „Einerseits liegt es natürlich an Tiefdruckgebieten oder auch nur schwachen Tiefausläufern, die sich über dem Süden Europas befinden“, erklärt wetter.de-Meteorologe Carlo Pfaff.

„Das allein reicht aber noch nicht für solchen Starkregen oder eine extreme Unwetterlage. Allerdings wird es noch vom extrem warmen Mittelmeer ‘gefüttert’, es bedient sich aus dem verdunstenden Wasser des Meeres.“ Hinzu kommt, dass sich die Gewitter in bergigen Regionen stauen und das Weiterziehen erschwert ist. Keine gute Mischung – um genauer zu sein kann es häufig sogar eine katastrophale Mischung sein.

Lese-Tipp: Darum ist es so gefährlich, wenn das Mittelmeer so warm ist

Mittwoch: Schwerpunkt der Gewitter von Alicante über Mallorca bis nach Sardinien und dem Norden Afrikas

Die Grafik zeigt das Gewitterrisiko über Südeuropa für Mittwoch, 12.10.2022
Über dem westlichen Mittelmeer ist die Gewitteraktivität am Mittwoch besonders groß.

Am Mittwoch breitet sich die gewitteraktive Zone von Spanien weiter über das westliche Mittelmeer aus. Nordafrika mit Tunesien, auch wieder die Balearen mit Ibiza, Menorca und Mallorca sowie Korsika und Sardinien stehen dann im Unwetter- und Gewitter-Focus. Die größte Gefahr bleiben die enormen Niederschlagsmengen, die örtlich fallen können.

Video: Katastrophenalarm nach Unwetter in Italien Mitte September

Donnerstag: Unwetter ziehen ostwärts über Italien bis nach Griechenland

Die Grafik zeigt die Niederschläge am Donnerstag, 13.10.2022
Am Mittelmeer ziehen die heftigsten Niederschläge am Donnerstag ostwärts.

Am Donnerstag verschiebt sich der Schwerpunkt der Regengüsse. Dann sind eher Süditalien und der Westen Griechenlands betroffen. Im westlichen Mittelmeer scheint sich die Lage etwas zu beruhigen.

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(oha, apf)