Schwere Überschwemmungen in Frankreich, Italien und Griechenland

Unwetter am Mittelmeer: Starkregen lässt Brücke einstürzen und fordert mehrere Todesopfer

Heftige Niederschläge und Herbststürme plagen seit Tagen die Mittelmeerregion. Am Wochenende stürzte eine Autobahnbrücke in Italien ein, in Frankreich kamen bei Überschwemmungen mehrere Menschen ums Leben. In Griechenland kenterte ein Segelboot. Die beiden Segler starben.

Zum Glück deutet sich aber allmählich Entspannung für die genannten Länder an. Das schuldige Tief zieht weiter ins östliche Mittelmeer.

Italien: Brücke auf der A6 bei Savona eingestürzt

Eine Autobahnbrücke ist nach den heftigen Unwettern der vergangenen Tage in Norditalien eingestürzt. Es handt sich um einen Abschnitt der Autobahn A6 in Richtung Turin unweit der Stadt Savona (Ligurien) westlich von Genua. Menschen sind offenbar nicht zu Schaden gekommen. Ursache war ein Erdrutsch, der etwa 30 Meter der Autobahn mit sich gerissen habe.

Anwohner von der Außenwelt abgeschnitten

Im Aostatal schnitten Lawinen rund 1000 Bewohner von der Außenwelt ab, wie Ansa meldete. In Genua hatte es bereits am Samstag vor allem im Polcevera-Tal schwere Überschwemmungen gegeben. Dies ist der Teil der Stadt, in dem 2018 beim Einsturz einer Autobahnbrücke 43 Menschen ums Leben kamen. 

Unglaubliche Regenmengen: 300 Liter in 3 Stunden!

Hochwasser auch wieder in Venedig

Auch in Venedig stieg das Wasser am Sonntag wieder und erreichte am Vormittag 130 Zentimeter über dem normalen Meeresspiegel. Am 12. November hatte ein Hochwasser von 187 Zentimetern schwere Schäden in der Lagunenstadt angerichtet. Für den Abend wurde ein Hochwasserstand von 120 Zentimetern erwartet.

Frankreich: Mehrere Tote

In Südfrankreich waren Straßen gesperrt, zwischen der Ferienmetropole Nizza und der Hafenstadt Toulon fuhren zeitweilig keine Züge mehr. Innenminister Christophe Castaner besuchte am Sonntag das Krisengebiet und sicherte Betroffenen Unterstützung zu. Er bestätigte, dass zwei Menschen starben und dass nach vier Menschen gesucht werde. Der Radionachrichtensender Franceinfo und andere Medien berichteten am Abend, in Tanneron im Hinterland von Cannes sei ein Ehepaar tot in einem Auto gefunden worden - die Bilanz erhöhe sich damit auf vier Tote.

Griechenland: Segelboot gekentert

In Griechenland sind bei einem Herbststurm zwei Menschen getötet worden. Bei den Opfern handelt um zwei Segler, deren Boot im kleinen Hafen von Antirio nahe der Hafenstadt Patras im Sturm kenterte.

Weil nach zahlreichen Erdrutschen Geröll auf den Fahrbahnen lag, blieb die wichtige Ost-West-Autobahn Athen - Patras am Montagmorgen gesperrt. Die Feuerwehr musste mehrmals ausrücken, um Menschen aus überschwemmten Häusern und aus steckengebliebenen Autos entlang der Küste von Kineta östlich von Athen zu befreien.