Supermond am 7./8. April 2020: Wann und wo der größte Vollmond des Jahres am besten zu sehen ist

Der Mond leuchtet ungewöhnlich groß und superhell. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kann man eine ganze Nacht lang den Supermond beobachten. Diesen Anblick gibt es nur selten und das nächste Mal erst wieder in einem Jahr.

Dann ist der Mond der Erde ganz nah

 Der Vollmond geht am 01.01.2018 hinter der St. Annen Kirche in Annaberg-Buchholz im Erzgebirge auf. In der Nacht zum 02.01.2018 erreicht der Vollmond mit etwa 356.567 Kilometen Abstand seine größte Erdnähe und erschein dadurch grösser als sonst und
Der Vollmond geht hinter der St. Annen Kirche in Annaberg-Buchholz im Erzgebirge © imago images/Uwe Meinhold, Uwe Meinhold via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Wenn der Mond der Erde extrem nahe kommt, erscheint er ganz besonders groß. Fällt das mit dem Vollmond oder Neumond zusammen, spricht man vom „Supermond”. Er ist dann höchstens 360.000 Kilometer vom Erdmittelpunkt entfernt. In der Astronomie ist der „Supermond“ allerdings kein anerkannter Begriff.  

Er ist wieder da - der Supermond

In der Nacht vom 7. April auf den 8. April 2020 wird der Supermond zu sehen sein. Von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang am nächsten Tag steht er vom Nachthimmel. 

Das Wetter zum Supermond

Glück gehabt, das Wetter spielt mit. Die klaren Nächte sorgen für eine gute Sicht auf den Supermond. Nur im Norden ist vielleicht ein kleiner Wolkendämpfer da, der den Blick trüben könnte.

Wie genau das Wetter bei Ihnen wird können Sie hier nachschauen.

Der nächste Supermond kommt bestimmt

  • 2020 Mittwoch, 8. April
  • 2021 Dienstag, 27. April
  • 2021 Mittwoch, 26. Mai
  • 2022 Dienstag, 14. Juni
  • 2022 Mittwoch, 13. Juli

Superstar Mond im Scheinwerferlicht

 Erfurt , 09.03.2020 , Supermond Im Bild: Der Supermond über ein Feld bei Erfurt *** Erfurt , 09 03 2020 , Supermond In the picture the Supermond over a field near Erfurt
Obwohl die Mondoberfläche selbst nicht heller ist, erreicht uns während eines Supermondes ungefähr 30 Prozent mehr Mondlicht. © imago images/Steve Bauerschmidt, Steve Bauerschmidt via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Direkt nach Mondaufgang um 20:08 Uhr MESZ oder kurz vor Monduntergang am Mittwochmorgen um 4.35 Uhr MESZ, wenn der Erdtrabant knapp über dem Horizont steht, wirkt er besonders spektakulär. Dann ist der Mond 356.910 Kilometer von uns entfernt und wirkt besonders hell.

Obwohl die Mondoberfläche selbst nicht heller ist, erreicht uns während eines Supermondes ungefähr 30 Prozent mehr Mondlicht. Die sichtbare Mondoberfläche ist – zumindest aus unserer Perspektive – größer als sonst und leitet so entsprechend mehr Sonnenlicht an uns weiter.

Wie weit weg ist der Mond?

Da die Umlaufbahn des Mondes um die Erde elliptisch ist, ändert sich auch die Entfernung. Auf der 29-tägigen Umlaufbahn beträgt die durchschnittliche Entfernung etwa 382.900 km. ​Der Punkt mit dem geringsten Abstand wird Perigäum (360.000 Kilometer), der mit dem größten Apogäum (408.000 Kilometer) genannt. Die Größendifferenz beträgt objektiv betrachtet gerade mal 14 Prozent.

Optische Täuschung? Warum uns der Mond so groß erscheint

Der untergehende Mond strahlt am 14.11.2016 in Frankfurt am Main (Hessen) früh morgens hinter den Bankentürmen der Stadt. Der Mond kommt der Erde derzeit so nahe wie selten, wodurch er besonders groß erscheint. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa +++(c) dpa
Zwischen den Hochhäusern Frankfurts wirkt der Supermond besonders eindrucksvoll. © dpa, Frank Rumpenhorst, fru lof

Wenn Sie den Mond hoch im Himmel betrachten, wird Ihnen auch nichts Besonderes auffallen. Erhaschen sie aber einen Blick auf den Mond nahe am Horizont - oder wenn Sie ihn dann im Vergleich zu Häusern oder Bäumen sehen, werden Sie Zeuge der sogenannten Mondtäuschung.

Das ist eine optische Täuschung, die den Mond – oder auch die Sonne – am Horizont größer erscheinen lässt. Das hängt unter anderem damit zusammen, das unser Gehirn annimmt, das Objekte am Horizont wesentlich näher sein müssen, als sie tatsächlich hoch am Himmel stehen.