Sturmtief Victoria brachte Schäden: Straßen gesperrt, Zugverkehr gestört

Victoria nicht wie Orkan Sabine - aber stark genug für Schäden

Sturmtief Victoria ist über Deutschland gebraust und hat reichlich Schaden hinterlassen. Zwar war der Wind bei weitem nicht so heftig und vor allem ausdauernd wie Orkantief Sabine vor einer Woche, doch regional reichte es durchaus für Schäden.

Hessen: Umgeknickte Bäume und Straßensperrungen

17.02.2020, Niedersachsen, Barnstorf: Die Feuerwehr von Barnstorf räumt die Überreste eines umgestürzten Baums von der Straße. Ausläufer des Orkantiefs «Victoria» haben am Sonntag in Niedersachsen zu zahlreichen Feuerwehreinsätzen geführt. Foto: -/No
Sturm Victoria bescherte der Feuerwehr eine lange Nacht. © dpa, -, cul

In Hessen gab es eine stürmische Nacht. Bäume stürzten um und blockierten Straßen, Verkehrsschilder wurden umgeweht. Autofahrer mussten sich deshalb am Morgen noch auf einige Straßensperrungen einstellen, sagte ein Sprecher der Polizei Nordhessen. Die Landstraße 3225 zwischen Großalmerode (Werra-Meißner-Kreis) und Faulbach sei wegen umgefallener Bäume gesperrt.

Auch die L 3147 zwischen Hessisch Lichtenau und Melsungen-Günsterode (Schwalm-Eder-Kreis) sei gesperrt. Auch in Osthessen gab es Einschränkungen. In Döllbach (Kreis Fulda) und Homberg/Ohm (Vogelsbergkreis) seien zwei Autos mit umgestürzten Bäumen zusammengestoßen, teilte die Polizei mit. 

Sturm Victoria in NRW: Die Züge fahren wieder

Auf fast allen Bahnstrecken in Nordrhein-Westfalen fahren die Züge am Montagmorgen nach sturmbedingten Sperrungen am Sonntagabend wieder weitgehend nach Plan. Nur die Strecke von Mönchengladbach nach Venlo sei noch voll gesperrt, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Montag. Züge, die über Mönchengladbach von Köln nach Amsterdam fahren, seien betroffen und würden umgeleitet. Der Halt in Mönchengladbach entfalle. Die Züge hielten ersatzweise in Düsseldorf, Duisburg, Oberhausen und Arnhem, sagte der Sprecher. 

Sturmflutgefahr an der Nordseeküste

11.02.2020, Niedersachsen, Bremerhaven: Ein Mann steht an der Kaimauer während der Sturmflut im Anschluss an das Sturmtief
Es bestehen Warnungen für eine Sturmflut. © dpa, Sina Schuldt, ssd bsc

Für die Nordseeküste und die Elbe besteht bis Montagvormittag die Gefahr einer Sturmflut. Das teilte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie mit. Das Hochwasser an der ostfriesischen Küste und im Wesergebiet werde am Morgen und am Vormittag 1 bis 1,5 Meter über dem mittleren Hochwasser liegen, im Elbegebiet etwa 1,5 Meter höher und an der Nordseeküste bis zu 2 Meter höher.   

Ausläufer des Sturmtiefs Victoria knickten mit stürmischen Winden in Niedersachsen in der Nacht zahlreiche Bäume um. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen der Polizei niemand. In Hamburg rückte die Polizei mehr als 70 Mal zu wetterbedingten Einsätzen aus.

Fünf Autos rauschen in umgestürzten Baum

Ausläufer des Orkantiefs haben auch in Niedersachsen zu Feuerwehreinsätzen und zu Beeinträchtigungen im Zugverkehr geführt. Auf der Autobahn 29 sind bei Oldenburg fünf Autos mit einem auf die Fahrbahn gestürzten Baum kollidiert. Ein weiterer Wagen prallte bei einem Ausweichversuch in die Leitplanke, wie die Polizei mitteilte. Auf der Autobahn 28 bei Westerstede prallte ein Streifenwagen gegen einen umgestürzten Baum. 

In ganz Niedersachsen meldeten die Polizeidirektionen zahlreiche umgestürzte Bäume - verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen aber niemand.