Bis zu 40 Grad!
Gluthitze aus dem Norden Afrikas bringt Rekordhitze
Die Iberische Halbinsel steuert gerade auf eine Wetter-Katastrophe zu. Nach dem heißesten Jahr in Spanien überhaupt und einem viel zu warmen Winter legt das Frühjahr auch schon wieder Temperaturrekorde hin. Bis zum Ende der Woche werden Werte um die 40 Grad erwartet. Es herrscht die totale Trockenheit. Und bei dieser Hitze verdunstet der letzte Tropfen Wasser auch noch.
Oben im Video: So heiß wird es jetzt in Spanien.
Wetterextreme in Spanien: Heiß, heißer, 2022

Im vergangenen Jahr begann die Hitze im Mai. Und hörte nicht mehr auf. 2022 war das bisher wärmste Jahr in Spanien. Nur der März und der April 2022 waren nicht wärmer als üblich. In diesem Jahr erlebten auch diese beiden Frühlingsmonate schon außergewöhnliche Hitzewellen. Und eine aktuelle – wiederum rekordverdächtige - Heißphase mit Spitzenwerten zwischen 35 und 39 Grad läuft. Temperaturrekorde werden fallen.
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Die Gluthitze kommt viel zu früh

Das GFS, das globale Wettervorhersagemodell des US-Wetterdienstes, berechnet für den kommenden Donnerstag und Freitag für Südspanien von Andalusien bis Murcia Abweichungen vom Temperaturmittel der Jahre 1979 bis 2010 um bis zu 12 Grad. Sevilla und Cordoba könnten die 40 Grad sogar überschreiten. Grund ist eine erneute Hitzeblase aus den Tiefen der Sahara und aus dem Norden Afrikas. Auch in Nordafrika ist es viel derzeit übrigens zu heiß. Und von dort kommt nach der vorübergehenden Abkühlung, die am Wochenende für kurze Entspannung sorgte, nun die so frühe Gluthitze.
Jahr der Negativ-Rekorde: Hitze, Waldbrände und trockene Flüsse
Trockenheit in ganz Spanien - und der Sommer kommt erst noch

Die Hitze ist das eine, die Trockenheit das andere. Auch im Norden Spaniens, etwa in Katalonien, herrscht Wasserknappheit. Die Stauseen um die Metropole Barcelona sind fast leer. Das Wasser für die Trinkwasserversorgung kommt aus dem Meer und muss vorher entsalzt werden. Rationierungen sind im Gespräch. In Andalusien sollen Tankwagen mit Wasser die Dörfer beliefern.
Eine Katastrophe ist die Dürre auch für die Landwirtschaft, ganze Regionen in Spanien hängen von ihr ab mit einem gewaltigen Wasserverbrauch. Ein Streit ist gerade über die Anlage von Erdbeerfeldern am Nationalparks Doñana entbrannt. Der Beerenanbau droht das Feuchtgebiet an der Costa de la Luz in Andalusien endgültig zu zerstören.
Im Süden Spaniens, etwa in Sevilla, fällt der meiste Niederschlag zwischen November und März. Normalerweise kommt jetzt also ohnehin nicht mehr viel nach. Wie soll das erst im Sommer werden?
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(ctr)



