Schnee in der Wüste: In der Sahara hat es geschneit

Äußerst seltener Anblick: Schnee auf Sahara-Dünen
Äußerst seltener Anblick: Schnee auf Sahara-Dünen Am 7. Januar hat es in der Sahara geschneit 00:00:39
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"Brennend heißer Wüstensand …" von wegen! In der größten Wüste der Welt, der Sahara, hat es geschneit. Das hört sich kurios an und ist auch äußerst selten. Am Wochenende hat es zum dritten Mal innerhalb der letzten 40 Jahre rund um die Wüstenstadt Ain Sefra in Algerien (Nordafrika) geschneit. Und das stellenweise nicht zu knapp.

Bis zu 40 Zentimeter Schnee um "Das Tor zur Wüste"

Ein ungewöhnlicher Wintersturm hat am 7. Januar die roten Sanddünen rund um die Wüstenstadt Ain Sefra mit weißem Schnee bedeckt. In den frühen Morgenstunden am Sonntag fielen in einigen Gebieten um Ain Sefra etwa 40 Zentimeter Schnee. Wahnsinn! In der Stadt selbst, die auch als "Das Tor zur Wüste" bekannt ist, kamen etwa 5 Zentimeter Schnee zusammen. Der Schnee war allerdings nur von kurzer Dauer, bereits am Nachmittag gegen 17 Uhr begann er wieder zu schmelzen.

Es ist erst das dritte Mal seit rund 40 Jahren, dass es in Ain Sefra geschneit hat. Zuletzt fiel kurz vor Weihnachten 2016 Schnee. Laut Medienberichten richtete der Wintereinbruch 2016 das reinste Chaos auf den rutschigen und vereisten Straßen an.

Davor schneite es am 18. Februar 1979 in Ain Sefra. Der Schneesturm dauerte damals eine gute halbe Stunde. 

Wie kam es nun zum Schnee am Wochenende?

Der hoche Luftdruck über Europa lenkte am Wochenende kalte Luft nach Süden in Richtung Nordafrika. Die Wüstenstadt Ain Sefra liegt etwa 3.280 Meter über dem Meeresspiegel und ist vom Atlasgebirge umgeben. Trotz der Höhenlage ist Schnee in der Stadt äußerst selten. Der Atlas, dessen Gipfel bis über 4.000 Meter hoch reichen, stellt eine natürliche Barriere zwischen dem feuchteren Klima Nordafrikas und dem trockenen Klima der Sahara dar. Am letzten Wochenende hat die feuchte Kaltluft jedoch den Atlas südwärts überschritten und den Sanddünen von Ain-El-Safra Schnee gebracht.