Zerstörerische Windböen
Orkan Emir auf dem Höhepunkt und Sturmtief Fred wartet schon
Das Orkantief Emir/Ciaran rauscht mit rekordverdächtigen Windgeschwindigkeiten über den Westen Europas. Damit ist aber noch nicht vorbei, denn Sturmtief Fred steht schon in den Startlöchern.
Erste Orkanböen in der Nacht

Wie erwartet hat Tief Emir, das international als Ciaran bekannt ist, den Westen Europas volls getroffen. Durch den Jetstream hatte es in den Stunden zuvor zusätzliche Kraft gewonnen. Die Böen, die die Bretagne in Westfrankreich erschütterten, waren entsprechend zerstörerisch:
- Ouessant: 185 km/h
- Lanveoc Poulmi: 170 km/h
- Beg Melen: 169 km/h
- Brest: 156 km/h
- Le Talut: 152 km/h
Es gibt noch keine offizielle Bestätigung für eine Böe von knapp 210 km/h. Regional gesehen erreichte der Orkan kurzzeitig die Stärke eines Hurrikans der Kategorie 2 bis 3 (von insgesamt 5 Kategorien).
Unter den stärksten je gemessenenen Stürmen
Der Orkan hat nun seinen Höhepunkt erreicht. Es besteht die Gefahr von Böen mit Geschwindigkeiten von rund 200 km/h und von bis zu 15 Meter hohen Wellen. Damit gehört er zu den stärksten Stürmen, die Frankreich und Südengland jemals erlebt haben. Selbst die Küsten von Belgien und den Niederlanden sowie Teile Spaniens sind stark betroffen.
Aber auch hierzulande merken wir die Auswirkungen des Orkans. Für die Nordwesthälfte Deutschlands ist damit auch weiterhin sehr windiges und durchwachsenes Wetter mit Schauern und möglicherweise Gewittern prognostiziert. Glücklicherweise bleiben uns Orkanböen – abgesehen vielleicht von exponierten Lagen wie dem Brocken – erspart. Dennoch ist die Situation teilweise angespannt, und es stehen uns weitere intensive Wetterereignisse bevor.
Kaltfront eröffnet Sturmserie

Nicht nur Wind schickt uns Tief Emir. Außerdem überquert uns seine Kaltfront von West nach Ost. Das bedeutet weiteren Regen, Gewitter und eine fallende Schneefallgrenze. Nicht ausgeschlossen, dass es auf den Bergen schneit. Nachhaltig ist dieser plötzliche Wintereinbruch jedoch nicht.
Als wäre es noch nicht genug, braut sich auf dem Atlantik weiteres Ungemach zusammen. Weitere Tiefs sind unterwegs, die genausowenig unterschätzt werden sollten. So lässt Tief Fred am Samstag die Sturmgefahr steigen. Erst ist wieder milde Luft im Rennen, bevor abermals Kaltluft folgen wird. Kurzum: Das Wetter und die Warnungen sollten im Blick behalten werden.
Unsere Wettertrends und Themenseiten
Sollten Sie Interesse an weiteren Wetter-, Klima- und Wissenschaftsthemen haben, sind Sie bei wetter.de bestens aufgehoben. Besonders ans Herz legen können wir Ihnen auch den 7-Tage-Wettertrend mit der Wetterprognose für die kommende Woche. Wie sich das Wetter kurzfristig entwickelt, können Sie in unserem Wetterbericht für drei Tage lesen. Diese werden täglich aktualisiert.
Damit Sie auch unterwegs kein Wetter mehr verpassen, empfehlen wir unsere wetter.de-App für Apple- und Android-Geräte.
Extremwetter in Deutschland - Die Doku im Online Stream auf RTL+
Streaming-Tipp: Klima-Rekorde – Ist Deutschland noch zu retten?
(bal, kfb)