Obstbaumschnitt: Der richtige Zeitpunkt zum Apfelbaum und Kirschbaum schneiden

Obstbäume beschneiden richtig gemacht

Neben dem richtigen Standort ist das regelmäßige und richtige Beschneiden der Obstbäume der Garant für eine reiche Ernte. Zwischen November und April ist der richtige Zeitpunkt für den Obstbaumschnitt. Dann ist der Wasserfluss der Obstbäume eingeschränkt und die Knospen noch nicht ausgetrieben. Egal, ob im Herbst frisch gepflanzt, oder schon ins Alter gekommen. Alle Obstbäume danken einen frühen und sachgemäßen Schnitt mit einem gesunden Wachstum. Wichtig ist, dass es nicht kälter als minus fünf Grad sein darf. Sonst ist das Holz zu brüchig und Schnittwunden der Bäume verheilen schlechter. Im Video können Sie sich ansehen, wie der Profi es macht. 

Baumschnitt - wie beim Friseur

Insgesamt gibt es drei Schnittarten, die man bei einem Obstbaum anwendet. Beim Auslichtungsschnitt wird dafür gesorgt, dass der Baum auch im inneren mit genügend Licht versorgt wird und sich die Früchte gut entwickeln. Der Verjüngungsschnitt hilft dem Baum neue Triebe zu entwickeln. Ein Formschnitt sorgt für ein gutes Aussehen und das "Gesicht“ eines Obstbaumes.

Baum beschneiden: Wie weit darf zurück geschnitten werden?

Obstbäume schneiden
Die Beachtung nur weniger Grundregeln für den perfekten Obstbaumschnitt reicht. Ansonsten hilft nur das passenden Wetter. © deutsche presse agentur

Im Prinzip ist der Baumschnitt ganz einfach. Es müssen nur ein paar Grundregeln beachtet werden. Die Bäume werden immer von der oberen Baumkrone her geschnitten, damit die Äste, die oben abgeschnitten werden, über die unteren abrollen können. Das Ziel soll eine Pyramidenform sein. Maximal 4 Meter sollte der Obstbaum hoch sein, damit er gut abgeerntet werden kann. 

Zum Auslichten eines großen Obstbaumes kann man sich eine alte Gärtnerweisheit merken: 'Man muss einen Hut durch eine Obstbaumkrone hindurch werfen können, ohne dass er sich verfängt.' Alle nach innen gewachsenen Äste sollten also ab. Besonders die senkrecht nach oben wachsenden Triebe, die sogenannten Wassertriebe kosten den Baum nur Kraft und tragen wenige Früchte. Abgeschnitten werden diese Äste direkt am Ast, aus dem sie wachsen. Wird ein Ast nur gekürzt, wird er immer knapp oberhalb einer nach außen weisenden Triebknospe geschnitten. So kann der neue Zweig ins Licht wachsen.

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Alles richtig gemacht beim Obstbaumschnitt: Saftige Äpfel im Herbst als Lohn. © blacksock

Ein radikaler Rückschnitt ist nicht immer das Beste für einen Obstbaum. Er fördert lediglich das Holzwachstum, da er auf den starken Rückschnitt mit ebenso starkem Neuaustrieb an der Spitze reagiert. Ein schwacher Rückschnitt begünstigt hingegen die Fruchtansätze, da er auf der ganzen Länge des Astes nur mäßig starke neue Triebe ausbildet und seine ganze Kraft in den Fruchtansatz steckt.