Mars Rover Curiosity

NASA-Mission mit neuen Erkenntnissen: Bausteine des Lebens auf dem Mars werden greifbarer

Suche nach außerirdischem Leben auf dem Roten Planeten

NASA-Wissenschaftlern ist möglicherweise ein wichtiger Schritt zur Entdeckung von außerirdischem Leben auf dem Planeten Mars gelungen. Ausschlaggebend dafür war eine Bodenprobe, die der Mars Rover Curiosity 2017 aus einer Sanddüne auf dem Mars gezogen hat.

Im Video: Diese Instrumente trägt Mars Rover Perseverance an Bord

Probe aus einer Sanddüne auf dem Mars entnommen

HANDOUT - «Curiosity» landete erfolgreich auf dem Mars, schickt massenhaft wissenschaftliches Datenmaterial und polierte auch noch das Image der Behörde Nasa auf. Genau ein Jahr rollt der Rover nun - und ein Ende ist noch lange nicht abzusehen. Foto:
Marsrover Curiosity ist seit Jahren auf dem Mars aktiv. © dpa

Es ist bereits drei Jahre her, dass der Mars Rover Curiosity in der Bagnold Sanddüne auf dem Mars eingesammelt hatte. Statt diese Probe wie üblich in einen der leeren Behälter im Bauch des Rovers zu platzieren, wurde sie in einen Becher gesteckt in der sich ein chemisches Reagenz befindet. Diese sogenannte Derivatisierung wird genutzt, um Substanzen nachweisen zu können.

Dabei fanden Maëva Millan vom Goddard Spaceflight Center der NASA und ihr Team zwar keine Aminosäuren. Diese wären ein direkter Hinweis auf Leben auf dem Mars gewesen. Stattdessen fanden sie jedoch organische Moleküle wie Benzoesäure, Ammoniak, Phosphorsäure und Phenol. Benzoesäure und Ammoniak waren bisher auf dem Mars noch nicht gefunden worden.

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Organische Moleküle ein Hinweis auf früheres Leben

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Die Umgebung des Mars' ist lebensfeindlich, aber Forscher vermuten, dass es einst anders war. © imago images/CHROMORANGE, CHROMORANGE / Knut Niehus via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Durch die lebensfeindliche Umgebung des Mars‘ sind möglicherweise mikrobielle Lebensformen zerfallen. Dass neue organischen Moleküle nachgewiesen werden konnten, ist für die Wissenschaftler ein weiterer Hinweis auf Biosignaturen und damit eine frühere Bewohnbarkeit des Mars‘.

Nun gilt es deren Ursprung zu ermitteln und ob sie ein Zeichen für Leben auf dem Roten Planeten sind. Nachfolgende Mars-Missionen sollen nun weitere Proben entnehmen und die „Nasschemische Derivatisierung“ nutzen. „Wir haben bewiesen, dass dieses Experiment funktionieren kann“, erklärt Millan. „Das bedeutet, dass wir dasselbe Experiment mit verschiedenen Mineralien wie Ton und Sulfaten wiederholen können, die organische Moleküle besser konservieren können.“

Technik für künftige Weltraum-Missionen

Die nächste Mission zum Mars wird die europäische Raumfahrtbehörde, ESA, anführen. Der Rover der ESA ist nach der britischen Wissenschaftlerin Rosalind Franklin benannt. Die Biochemikerin machte sich einen Namen, weil sie wesentlich zur Entschlüsselung der DNA-Struktur des Menschen beitrug. Der Start der ExoMars-Mission ist für das Jahr 2022 geplant. Der zweite NASA-Rover Perseverance ist mit einer anderen Technik ausgestattet und hat diese Instrumente nicht an Bord.

Auch die Dragonfly-Mission der NASA zum Saturn-Mond Titan im Jahr 2027 soll nach der Landung mit der Technik der nasschemischen Derivatisierung ausgestattet werden. Die Suche nach außerirdischem Leben kann nun verfeinert werden und es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis es nachgewiesen werden kann.

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(kfb)