Klimawandel: Verlieren wir die klassischen Jahreszeiten?

Immer größere Unwetterschäden in Deutschland
Immer größere Unwetterschäden in Deutschland Laut Statistiken der Versicherer 00:59

Frühling, Sommer, Herbst, Winter – in ihrem Wechsel tickt das Leben in Deutschland seit Jahrhunderten. Doch der Klimawandel lässt die Jahreszeiten heftig „bröckeln“.

Winter zu kurz und zu warm

Vor allem der Winter wird immer kürzer – Frühling und Sommer beginnen immer früher. Untersuchungen des bayerischen Landesamts für Umwelt zeigen zum Beispiel, dass der Winter durchschnittlich vier Wochen kürzer ist als noch vor rund fünfzig Jahren.

Bestimmte Pflanzen –wie zum Beispiel Haselnuss-Sträucher- fangen im Frühling immer früher an zu blühen. Alle zehn Jahre verschiebt sich das im Schnitt um fünf Tage nach vorne. Im Extremfall kann das im Frühling auch zu starken Frostschäden führen,  wenn es plötzlich wieder kurz sehr kalt wird.

Hinzu kommt, dass bestimmte Blüten nicht bestäubt werden, weil die Insekten, die das sonst übernehmen, noch gar nicht geschlüpft sind. Und Tiere, die normalerweise im Winter ein weißes Fell bekommen, sind nicht mehr so gut geschützt, wenn der Schnee ausbleibt.

Für uns bedeutet ein zu warmer Winter vor allem, dass mehr Krankheitserreger und Schädlinge überleben können. Wenn sie sich vermehrt ausbreiten, kommt auf unser Immunsystem jede Menge Arbeit zu.

Die deutschen Versicherungen sagen, dass sie jetzt immer häufiger mit Wetterschäden zu tun haben, die früher höchstens einmal im Jahr aufgetreten sind. Mehr Infos finden Sie im Video.