Für Optimisten im Klimawandel

Ökologischer Handabdruck: Was ist das denn?

Der ökologische Handabdruck bildet das Gegenstück zum CO₂-Fußabdruck.
Der ökologische Handabdruck: Es gibt viele Möglichkeiten, ihn ständig zu vergrößern.

Der ökologische Handabdruck muss groß sein

Es ist nicht leicht, in der aktuellen Lage beim Klimawandel optimistisch zu bleiben. So viele negative Nachrichten. Mal wieder ein Hitzerekord-Jahr, die Gletscher schmelzen dahin und China verbrennt so viel Kohle wie nie zuvor. Da könnten wir alle verzweifeln. Trotzdem: Handeln ist auch im Kleinen die einzige Lösung im Kampf gegen den Klimawandel. Und wie viel wir alle durch unsere scheinbar unwesentlichen Handlungen erreichen, zeigt der ökologische Handabdruck.

Gegenstück zum ökologischen oder CO2-Fußabdruck

Den Klimawandel aufhalten können nur Verhaltensänderungen. CO2-Fußabdruck und Handabdruck helfen dabei.
Fürs Klima: Der CO2-Fußabdruck sollte immer kleiner werden, der Handabdruck immer größer. © iStockphoto, peanutpie

Den CO2-Fußabdruck kennen inzwischen viele. Er steht für die negative Wirkung, die jeder Einzelne auf das Klima hat. Er soll natürlich ermutigen, den CO2-Ausstoß zu reduzieren und den Fußabdruck so zu verkleinern.

Der ökologische Handabdruck ist dagegen noch weitestgehend unbekannt. Er zäumt das Pferd von der anderen Seite, also eigentlich von vorne auf und zeigt die positive Wirkung der klimafreundlichen Handlungen. Und zwar nicht nur individuell. Denn das eigene Verhalten kann ja durchaus „ansteckend“ sein. Der Handabdruck steht also für Handlungen einer Person, die die CO2-Emissionen und Umweltverbräuche anderer Menschen verringern. Er soll entsprechend möglichst groß werden.

Handabdruck vergrößern: So geht‘s

Das Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum vom Bundesumweltamt zeigt drei mögliche Betätigungsfelder auf.

  • Persönliches Umfeld

    Es ist gar nicht so schwierig, Familie, Freunde und Arbeitskollegen mit klimafreundlichem Konsumverhalten anzustecken. Veganer können zeigen, wie lecker Gerichte ohne Fleisch sind, überzeugte Rad- statt Autofahrer begeistern mit den Vorzügen des Rads in der Stadt, Plastik-Vermeider können vorleben, dass es ohne Kunststoff geht.
  • Gesellschaftliches und politisches Engagement

    Zusammen geht vieles einfacher und Engagement in einem Umweltverband, einer Initiative, Bewegung oder natürlich in einer Partei kann einen gesellschaftlichen Wandel anstoßen. Dann ist vielleicht bald die klimafreundlichste Option die attraktivste und bequemste und immer mehr Menschen können nachhaltig leben.

  • Finanzielle Mittel

    Wer keine Zeit hat, aber Geld, kann durch nachhaltige Geldanlage zum Beispiel bei Ökobanken und Investitionen in erneuerbare Energien seinen Handabdruck vergrößern. Oder mit Spenden beispielsweise Umweltverbände unterstützen.

Aus Hand Print wird Handabdruck

Der Hand Print wurde ursprünglich von der indischen Organisation Center for Environment Education (CEE) ins Leben gerufen. Es lässt Jugendliche in Umweltbildungsmaßnahmen aktiv Initiativen zum umweltfreundlichen Handeln entwickeln. Germanwatch hat den Begriff nach Deutschland gebracht.

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(ctr)