So niedrig stand das Wasser noch nie

Historische Dürre in Italien: Gardasee trocknet weiter aus

Die Hitze und die Trockenheit machen Italien zu schaffen, und vor allem dem Gardasee. Der hat derzeit so wenig Wasser wie selten in der Geschichte. Das Wasser zieht sich immer weiter zurück, am Ufer liegen inzwischen ganze Felsplatten im Trockenen.

Wasser aus dem Gardasee versorgt die Region

Der Grund für den niedrigen Wasserstand ist die anhaltende Hitze und Trockenheit. Viele Flüsse in Italien fassen zu wenig Wasser. Also muss unter anderem aus dem Gardasee Wasser entnommen werden, um die umliegenden Regionen zu versorgen. Das geht nicht spurlos am See vorbei.

Strandlokale am Gardasee machen sich Sorgen um das Geschäft

Die Touristen kommen zwar trotzdem noch. Sorgen machen sich die Strandbad-Besitzer aber unter anderem um den Verleih von Tret- und Motorbooten. „Wenn ich mich an 2000 und 2003 erinnere, war es schon damals ein sehr heißes Jahr. Und wenn sich der August nicht ändert, was wahrscheinlich der Fall sein wird, werden wir den Rekord von 2003 brechen“, meint ein Besitzer.

Regen könnte Dürre stellenweise ein bisschen lindern

Für Italien, Spanien und den Balkan zeigen die Prognosen in dieser Woche neben Sonnenschein auch einige Wolken, Gewitter und Regenschauer. Das könnte die Situation etwas entspannen.

Meteorologe Carlo Pfaff erklärt: „In den nächsten Tagen bilden sich am Mittelmeer, speziell im Norden Spaniens, in Südfrankreich und Italien sowie über dem Balkan nachmittags und abends lokale Hitzegewitter. Grund dafür ist einerseits das ungewöhnlich warme Mittelmeer mit Wassertemperaturen von bis zu 30 Grad, wodurch viel Wasser in die Atmosphäre verdunstet, und andererseits ein kleines Höhentief (also relativ kalte Luft in Höhen um 5000 Meter), das die Labilität der Luftmassen erhöht und so zur Bildung von lokalen Gewittern sorgt. Auch wenn es wohl nicht alle Regionen treffen wird, ist zumindest stellenweise eine kleine Linderung der teils extremen Trockenheit durch die Gewitter zu erwarten.“

Mehr zum Regen am Mittelmeer hier

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(avo/mit dpa)