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Grasmilben: Lästige Plagegeister im Garten und was man gegen sie tun kann

Das sonnige Wetter genießen unter anderem drei junge Männer, die am Dienstag (30.06.2009) im Lustgarten in Berlin auf dem Rasen liegen. Am kommenden Mittwoch soll sich laut Meteorologen erneut zeitweise die Sonne durchsetzen.  Foto: Rainer Jensen dpa
Auf der Wiese ausruhen kann juckende Folgen haben, wenn es dort Grasmilben gibt. © dpa, A3464 Rainer Jensen

Die Quaddeln der Grasmilben jucken sehr lange

Wer sie im Garten hat, der kann ein Lied davon singen. Grasmilben, lästige Plagegeister, die hässliche, juckende Quaddeln hinterlassen. Unangenehm vor allem, weil sich die kleinen Spinnentiere gerne in feucht-warmen Körperregionen aufhalten, zum Beispiel in der Kniekehle oder im Schambereich.

Einmal im Garten wird man Grasmilben kaum mehr los

Der Biss einer Grasmilbe – es beißen nur die 0,2 bis 0,3 Millimeter und mit bloßem Auge gerade so erkennbaren Larven – juckt wesentlich länger als ein Mückenstich. Die auch Erntemilben genannten Tiere lieben trockenes Gras. An den Halmen klettern sie empor und stürzen sich auf den vorbeikommenden Wirt, ein Haustier oder eben einen Menschen. Hat man sie einmal im Garten, ist es sehr schwer, sie wieder loszuwerden. Besonders betroffen sind in Deutschland Bayern, Hessen und das Rheinland.

Meist kommen sie über Haustiere oder Bodenlieferungen in den Garten. Die Milben sind meist erst in der zweiten Sommerhälfte aktiv aber dafür bis weit in den Herbst hinein. Besonders Kinder leiden unter den Bissen, denn der Juckreiz ist enorm und viele Kinder haben sich diesbezüglich nicht gut im Griff. Das führt oft zu sekundären Infektionen durch aufgekratzte Wunden.

Biss einer Grasmilbe
Der Biss einer Grasmilbe kann sich bläulich färben. © Prof. Heinz Mehlhorn, Uni Düsseldorf

Das können Sie gegen Grasmilben tun

Was kann man also tun gegen die Plagegeister? Wer auf die Giftspritze im Garten verzichten will, dem bleibt erst einmal nur ordinärer Selbstschutz: Vermeiden Sie es also, barfuß über die Wiese zu gehen, tragen Sie feste Schuhe. Und wenn sie längere Zeit im Garten waren, duschen Sie sich unbedingt danach ab. Außerdem ist das Tragen von Gartenkleidung angeraten.

Teebaumöl* 🛒 auf der Haut gilt als hilfreich. Zudem mag es sinnvoll erscheinen, die Kleidung mit Insekten- oder Mückenschutz* 🛒 einzusprühen. Wichtiger ist jedoch, Moos im Garten bekämpfen. Die Milben mögen Moos. Einmal im Jahr vertikutieren (Geräte-Vergleich hier) ist hilfreich.

Generell sollte das Gras kurz gehalten werden. Da die Grasmilben nasses Gras nicht so sehr mögen, ist regelmäßiges Wässern ein guter Tipp. Außerhalb der Rasenflächen sind die Plagegeister kein Problem, da sie sich wirklich nur im Gras aufhalten.

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