Megagewitter: Die gigantischen Wolkenufos gibt es auch bei uns

Gewitter und Unwetter: Was ist eine Superzelle?

Was ist eine Superzelle?

Superzellen sind mit einem Durchmesser von 20 bis 50 Kilometern an ihrer Basis die größten bekannten Gewitterstrukturen. Gruselig? Ja, Gefährlich? Ja. Denn diese Megagewitter haben ein enormes Unwetterpotential und große Zerstörungskraft. Aber ist jetzt jedes Gewitter eine Superzelle? Nein, ist es nicht. In Deutschland treten diese gigantischen Ufos dennoch mehrfach im Jahr auf. Und auch am Mittwoch ist Potential für eine riesige Superzelle vorhanden.

Das Gewitter- und Unwetterrisiko für den Mittwoch

Das Gewitter- und Unwetterrisiko für den Mittwoch

Mesozyklone bringen die Superzelle in Bewegung

Eine Superzelle zeichnet sich durch eine hochreichende Windscherung und unverzweigte, rotierende Aufwinde aus. Dieser Mesozyklon sorgt für die Bewegung der Superzelle, indem sie warme Luft aus Bodennähe in das Gewitter zieht und es mit hoher Geschwindigkeit aufsteigen lässt. Außerdem ist sie für die Verteilung der Niederschlagpartikel verantwortlich.

So gefährlich sind Superzellen

Im Einzugsgebiet der Superzelle, dort, wo die bodennahe Luft in extreme horizontale Rotation versetzt werden kann, bilden sich bevorzugt Tornados. So können Superzellen verheerende Tornados produzieren, deren Kraft mit Windgeschwindigkeiten von über 500 Kilometer pro Stunde dramatische Folgen haben kann. Superzellen können auch weitere zerstörerische Wettererscheinungen in Form von bedrohlichen Downbursts, großen Hagelkörnern oder Überschwemmungen verursachen und sind äußerst gefährlich.

Die Lebenszeit einer Superzelle beträgt meist nur wenige Stunden, häufig sechs und in extremen Fällen bis zu zwölf Stunden. Es sind Ausmaße von 200 Kilometern und mehr möglich.​