Erdbeeren im November! Extrem-Wetter bringt die Natur durcheinander

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Ausnahmesommer macht Erdbeerernte im November möglich

Rot, süß und saftig! Jedes Jahr im Frühling freuen wir uns auf leckere Erdbeeren frisch vom Feld. Der Startschuss für die Erdbeerernte fällt meist im Mai, dann werden sie in Hülle und Fülle angeboten – zumindest wenn man nicht auf die Variante aus dem Gewächshaus zurückgreifen möchte. Doch dieses Jahr ist alles anders.

Erdbeeren im November - bei einigen Bauern gibt's das jetzt

Viele Pflanzen sind durch das extreme Wetter in diesem Jahr regelrecht verwirrt. Ihre innere Uhr ist durcheinander gekommen. Die lange Trockenheit gaukelte ihnen den Winter vor, die zunehmende Feuchte im Herbst, dazu die milden Temperaturen fühlen sich für sie wie der Frühling an.

Manchen landwirtschaftlichen Betrieben kam das unverhoffte Erdbeer-Glück im Herbst gelegen und sie trieben die Blüte durch Bewässern zusätzlich an. Manche entschieden sich aber auch dagegen, für sie sind keine Früchte gewachsen.

Nun darf bloß kein Frost kommen

Stefan Manke aus Südhessen zum Beispiel erntet derzeit auf rund 1,8 Hektar November-Erdbeeren. Nicht unter Folie und nicht im Gewächshaus, sondern auf dem Damm im Feld. Er rechnet mit etwa einer Tonne November-Ertrag. "In dem Umfang ist das absolut neu", auch wenn die späte Ernte an einer recht neuen Sorte, der Malling Centenary, liegen könnte.

Ganz ohne Risiko ist die Erdbeerernte im November aber nicht:  "Ein Frost und es ist vorbei", so Manke. Tunnel gegen den Frost aufzustellen, das lohne sich finanziell nicht. Die Nachfrage nach Erdbeeren im November sei nicht hoch genug um den Aufwand zu rechtfertigen.