Stärke 6,5 auf Zypern

Urlaubsdomizil am Mittelmeer erneut von Erdbeben erschüttert

Nächtliches Beben mit Auswirkungen bis Ägypten und Israel

In der Nacht zum Dienstag wurden die Menschen auf der Mittelmeerinsel unsanft geweckt. Um kurz nach 2:00 Uhr erschütterte ein Beben der Stärke 6,5 die Erde. Tausende Menschen flüchteten aus Angst aus ihren Häusern, Berichte über Opfer oder schwere Schäden lagen aber zuerst noch nicht vor.

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Epizentrum 120 Kilometer von Limassol entfernt

Laut RTL-Meteorologe und Geograph Björn Alexander liegt das Epizentrum des Bebens etwa 120 Kilometer nordwestlich von Limassol unter dem Meeres in einer Tiefe von 51 Kilometern. „Die Stärke des Bebens gibt die europäische Erdbebenwarte ESMC mit 6,5 an”, so Alexander. Auch weitere Nachbeben seien zu erwarten. Ähnlich wie bei dem letzten stärkeren Beben im Bereich Türkei und Griechenland im Oktober 2021. Damals waren zahlreiche Gebäude zerstört worden.

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Warum bebt im Bereich Griechenland und Türkei die Erde so oft?

Hierzu erläutert Alexander: „Im Südosten Europas taucht die Afrikanische Erdplatte unter die Eurasische Platte ab. Dieses Abtauchen, das auch als Subduktion bezeichnet wird, ist ein häufiger Auslöser für Erdbeben. Denn das Abtauchen passiert nicht gleichmäßig, sondern manchmal verkeilen und verhaken sich die verschiedenen Erdplatten. Es baut sich eine Spannung auf, die sich dann von Zeit zu Zeit in ganzen Erdbebenserien entladen kann.” Verstärkend komme hier übrigens hinzu, dass gleichzeitig auch noch andere Erdplatten beziehungsweise Verwerfungen im Osten (Richtung Türkei) an den Bewegungen der Erde beteiligt sein können. Übrigens seien unterschiedliche Angaben über die Stärke von Erdbeben durchaus üblich: „Oft liegen zwischen den Angaben der verschiedenen seismologischen Dienste Unterschiede im Bereich einer Stärke von 0,1 bis 0,2“, erläutert Alexander weiter.

Während das Erdbebenzentrum dieses Mal vor Zypern lag, war das Beben noch weit entfernt zu spüren. Bis in den Süden der Türkei, nach Israel, auf Kreta und Rhodos sowie in Griechenland und in Ägypten. Auch ein Tsunami war zuerst befürchtet worden.

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(bal, kfb)