Kleine Sturmchronik

Die 3 größten Orkane der vergangenen zehn Jahre

Sturmträchtigste Zeit

Ein Orkantief droht zum Ende des Wochenendes über Deutschland hinwegzufegen. Es ist nicht ungewöhnlich, befinden wir uns doch gerade in den sturmträchtigsten Jahreszeiten (Herbst und Winter) des Jahres. Dass diese Stürme mitunter auch größere Schäden verursachen können, zeigt unsere Liste der drei größten Orkane der vergangenen zehn Jahre. 

18. Januar 2018: Orkantief Friederike

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Das Sturmtief Friederike richtete Schäden in Höhe von einer Milliarden Euro an - da ging es um mehr, als kaputte Schirme. © imago/localpic, Rainer_Droese, imago stock&people

Besonders gut im Gedächtnis geblieben ist wohl das Orkantief Friederike. Der schwere Sturm zog am 18. Januar 2018 über Irland, England, die Benelux-Staaten und Deutschland bis nach Polen und kostete zehn Menschen das Leben. Der Schaden den Friederike anrichtete, wird auf eine Milliarde Euro geschätzt. Der Sturm war der stärkste seit dem Orkantief Kyrill 2007.

Windspitzen Bergland

  • Brocken, 204 km/h
  • Fichtelberg, 174 km/h
  • Zugspitze, 141 km/h
  • Wurmberg-Braunlage, 154 km/h
  • Hochwald, 148 km/h

Windspitzen Flachland

  • Gera, 137 km/h
  • Erfurt-Flughafen, 130 km/h
  • Leipzig-Connewitz, 122 km/h
  • Gütersloh/Ems, 120 km/h
  • ​Oderwitz, 120 km/h

28. und 29. Oktober 2013: Orkantief Christian

Das Lotsenversetzboot 'Kapitän Jürs' kämpft sich am 28.10.2013 bei starkem Sturm durch die Elbe zwischen der Einfahrt zum Nord-Ostsee-Kanal und der Mündung in die Nordsee bei Brunsbüttel (Schleswig-Holstein). Orkantief «Christian» ist am Montag mit b
Norddeutschland ist eigentlich sturmerprobt, aber Orkantief Christian gehörte nicht zu den üblichen Stürmen. © dpa, Christian Charisius

Orkan Christian brach am 28. Oktober 2013 über den Norden Deutschlands herein, legte fast den kompletten Verkehr in Norddeutschland lahm und forderte europaweit 14 Todesopfer (6 davon in Deutschland). Mehrere Flughäfen mussten den Verkehr zumindest teilweise einstellen. In Hamburg mussten rund 1300 Fluggäste in den gelandeten Maschinen ausharren. Die Kapitäne sorgten sich um die Sicherheit der Passagiere und ließen die Luken geschlossen.

Windspitzen Bergland, Inseln oder Küste

  • 191 km/h - Borkum (MM), Helgoland-Oberland
  • 183 km/h - Hörnum/Sylt
  • 181 km/h - List/Sylt-Ellenbogen
  • 172 km/h - St. Peter-Ording
  • 170 km/h - Juist-Flugplatz

Windspitzen Flachland

  • Glücksburg-Meierwik. 168 km/h 
  • Schleswig/Jagel, 155 km/h 
  • 137 km/h - Hohn
  • Flensburg (Schäferhaus), Leck, 133 km/h 
  • Schleswig, 130 km/h

5. bis 7. Dezember 2013: Orkan Xaxer

Entstanden südlich von Grönland zog Orkantief Xaver über Großbritanien und erreichte am 5. Dezember die Nordseeküste der Niederlande, Deutschlands und Dänemarks. Neben 13 Toten hinterließ der Sturm europaweit auch einen Gesamtschaden von rund einer Milliarde Euro.

Windspitzen Bergland, Inseln oder Küste

185 km/h - List/Sylt-Ellenbogen
167 km/h - Hiddensee-Dornbusch
163 km/h - Hörnum/Sylt
154 km/h - Helgoland-Oberland, Westerhever
150 km/h - Brocken

Windspitzen Flachland

Glücksburg-Meierwik, 159 km/h 
Tarp, 130 km/h 
Jork, 124 km/h 
Elpersbüttel, Hohn, 122 km/h 
Leck, Schleswig, Ruthenstrom, 119 km/h