Der Heizpilz des Grauens: Die Wärmestrahler sind riesige Energiefresser und CO2-Produzenten

Außengastronomie eines Straßencafes in Nizza.
In vielen Straßencafes sind die Heizstrahler beliebt. Dennoch sind sie sehr schädlich und uneffektiv. © picture alliance / Frank Duenzl, Frank Duenzl, duen rf

Kritiker fordern schnelles Verbot der Heizpilze

Sie halten warm, auch wenn es draußen schon frostig ist - Heizpilze sind in den kalten Monaten weit verbreitet. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisiert die Geräte aber als umwelt- und klimaschädlich. Es gebe kaum eine größere Verschwendung von fossilen Brennstoffen, sagt Martin Krauß, Sprecher des Arbeitskreises "Klima und Energie" beim BUND Hessen. 

CO2-Ausstoß wie ein Auto

"Es wird immer schlimmer", kritisiert Krauß den Trend zum Heizpilz. Strombetriebene Infrarotstrahler seien genauso schädlich wie Heizpilze, die mit Gas laufen. Nach BUND-Angaben verursachen sie bei mittlerer Leistung rund zwei Kilogramm Kohlendioxid pro Stunde. Als Alternative empfiehlt Krauß warme Decken oder sich bei kalten Temperaturen einfach nach drinnen zu setzen. 

Heizpilze sind mittlerweile sehr günstig zu haben. Doch die Käufer sollten wissen, dass die Energiekosten enorm sind. Wie der BUND berichtet, können sie bei mehreren Stunden Einsatz am Tag zusätzliche Energiekosten von bis zu 1.000 Euro im Jahr erfordern.

Bei maximaler Leistung ballern die Heizpilze bis zu 3,5 Kilogramm CO2 pro Stunde in die Atmosphäre. Über das Jahr gesehen ist ein Heizpilz dann in etwa so schädlich wie ein Auto mit einer Jahresfahrleistung von 12.000 Kilometern. 

Die mit Strom betriebenen Heizpilze sind sogar noch klimaschädlicher als die gasbetriebenen. Denn der CO2-Ausstoß mit Strom ist vier Mal höher als der mit Gas. Ineffizient sind die Heizstrahler sowieso, da die meiste Wärme sofort nach oben entweicht.