Um die 100 Liter Regen, Schnee bis auf 2000 Meter

Klitschnass gehen der August und der Sommer zu Ende

Jetzt kommt der Herbst mit Regen, Sturm und Schnee in den Bergen

Die letzten Tage des meteorologischen Sommers fallen komplett ins Wasser. Da wäre es fast besser, sie würden ganz ausfallen. Bis zum 31. August ist Herbst-Wetter der fiesen Art angesagt. Stürmische Böen, ergiebige Regenmengen und Schneefall in den Alpen. So was wollen wir für eine Wettervorhersage im August nicht hören oder lesen. Aber es ist die bittere Wahrheit in diesem Unwetter-Sommer 2021.

Tief NICK macht Deutschland dunkel und dauernass

Bei schlechten Nachrichten braucht es ja besonders in letzter Zeit immer jemanden, den oder die man da für verantwortlich machen kann. In diesem Fall ist der Bösewicht schnell ausgemacht: Tief NICK vermasselt einen versöhnlichen Abschluss des Sommers. Die Animation zeigt, wie es über die Ostsee nach Polen und Vorpommern und in den nächsten Tagen nur langsam weiter südwärts nach Tschechien zieht. Es nimmt sich richtig Zeit, Deutschland immer schön mit kalter und feuchter Luft aus dem Nordosten zu versorgen.

Wo regnet es wie viel?

Besonders viel Regen fällt in der Osthälfte Deutschlands und dort vor allem im Bergland sowie an den Alpen. Aber auch die Mittelgebirge des Westens wie Eifel und Sauerland werden ziemlich nass gemacht. Im Detail gibt es derzeit in den Modellrechnungen noch deutliche Unterschiede bezüglich der zu erwartenden Regenmengen bis Dienstagabend (31.8.) und auch in Bezug auf die Regionen, wo es am meisten regnet:

Regen-Prognose: So viel Regen fällt bis Dienstag

Regensummen
Regensummen

Ergiebige Regenmengen: Bis 130 Liter pro Quadratmeter möglich

RTL-Meteorologe Carlo Pfaff spezifiziert die „ergiebigen Regenmengen“ so: „Nach dem europäischen Modell wären es im Erzgebirge punktuell bis zu 100, an den Alpen vom Karwendel bis zu den Berchtesgadener Alpen sogar 100 bis 130 Liter pro Quadratmeter. Da ist das Deutsche Wettermodell etwas verhaltener mit Spitzen bis 80 Liter im Erzgebirge. Auch das Amerikanische Modell sieht auch nur Spitzen von 60 bis 80 Litern, und hier wären auch die nassesten Regionen eher in einem Streifen von Thüringen bis nach Berlin/Brandenburg, in den Alpen würden nur 30 bis 40 Liter fallen.“

Kaum Sonne, stürmische Böen und August-Schnee in den Bergen

Trockene und helle Lichtblicke gibt es am ehesten mal im Südwesten sowie an der Nordseeküste. Die Inseln haben zwar mehr Sonne, dafür bringen hier stürmische Böen das Herbst-Feeling zum Abschluss der Sommersaison. Und die Feriengäste in den Alpen können sich am Wochenende über Schnee auf 2.000 Metern Höhe freuen – oder ärgern.

Wetter-Besserung in der kommenden Woche

Erst ab Mitte nächster Woche weitet sich vom Nordostatlantik her wieder Hochdruckeinfluss über weite Teile Deutschlands aus. Dann wird es voraussichtlich wieder wärmer und trockener. Einen schönen Spätsommer schreiben wir noch nicht ab.

Trockenheit im Osten noch nicht ausgeglichen

Der Osten Deutschlands hat Niederschläge eigentlich bitter nötig. Denn bis jetzt mangelte es dort selbst in diesem Regen-Sommer an ausreichend Wasser für die ausgedörrten Böden. Ausgenommen davon sind aber die Mittelgebirge, wo es auch jetzt wieder ordentlich regnet. In vielen Regionen ist das Wasserdefizit aus den vergangenen Sommern noch nicht ausgeglichen. Hier war es bisher immer noch zu trocken.

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(ctr)