Blue Moon, Supermond und Mondfinsternis - alles in einer Nacht

So schön war die Supermondnacht
So schön war die Supermondnacht Super-, Blue-, Blutmond 00:00:53
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Der Mond als Supershow - das gibt es nur alle 150 Jahre

Der Mond hatte eine echte Supershow zu bieten. Gleich drei Himmelphänomene gab es in der Nacht vom 31. Januar auf den 1. Februar zu bestaunen: In dieser Nacht kamen ein "Supermond", eine "Blutmondfinsternis“ und ein "Blue Moon“ zusammen. Diese außergewöhnliche Konstellation gibt es nur alle 150 Jahre. 

Super-, Blau-, Blutmondfinsternis reichten sich am 31. Januar die Hand

In der Nacht zum 01. Februar gab es einen Vollmond - nichts Besonderes eigentlich, denn er tritt alle 29 Tage, 12 Stunden, 44 Minuten und 2 Sekunden auf. Doch dieses Mal bot die Nacht, in der die Werwölfe heulen, weitere Besonderheiten. 

Supermond

Supermond
Bei einem Supermond kommt der Mond der Erde so nah, dass er uns riesig erscheint. © imago/Independent Photo Agency Int., imago stock&people

Bei einem Supermond kommt der Mond der Erde besonders nah - nur 360.000 Kilometer liegen dann zwischen der Erde und dem Mond. Der Mond erscheint uns dann heller und größer. Er kann sogar wegen der größeren Anziehungskraft Springfluten und Spannungen in der Erdkruste hervorrufen.

Blue Moon

Der Blue Moon, der "Blaue Mond", ist ein seltenes Ereignis. Alle 2,4 Jahre kommt es dazu. Und blau ist er gar nicht – der Begriff bedeutet nur, dass der Vollmond gleich zweimal in einem Monat zu sehen ist.

Blutmond und Mondfinsternis

Zudem präsentiert sich der Mond bei dieser totalen Mondfinsternis als Blutmond. Dieses Phänomen gibt es nur, wenn es gleichzeitig einen Vollmond gibt. Dabei steht der Vollmond der Sonne genau gegenüber, die Erde befindet sich dazwischen. Wenn der Mond dann in den Erdschatten gelangt, kommt es zur Mondfinsternis. Den Namen hat der Mond vom roten Schimmer - er rührt von langwelligem Licht, das von der Erdatmosphäre in den Schattenkegel gestreut wird.

Anders als bei einer totalen Sonnenfinsternis, bei der die Sonne durch den Mond verdeckt und als schwarzer Fleck wahrgenommen wird, ist der Mond bei einer totalen Mondfinsternis immer noch gut zu erkennen. Das Farbspektrum ändert sich allerdings von weiß zu gelb, orange oder rot.

Wie man sieht... man sieht nichts

Wer das Superereignis erleben wollte, musste allerdings eine weite Reise in Kauf nehmen. Das spektakuläre Dreifachereignis war nur in Zentral- und Ostasien, Indonesien, Australien, Neuseeland, Alaska und Hawaii zu sehen. Bei uns schob sich die Erde mittags gegen 13:30 Uhr zwischen Sonne und Mond. Der Mondaufgang war jedoch selbst im Osten Deutschlands nach 16:00 Uhr.