Mit der Sonne kommt das Ozon

Was ist eigentlich Ozon und warum ist es so gefährlich?

Von Amelie von Kruedener und Christian Häckl

Die Sonne scheint und das zieht die Menschen hinaus ins Freie. Mit zunehmender Sonnenscheindauer und steigenden Temperaturen fällt der der Begriff „Ozon“. Und der meint nichts Gutes. Wir erklären, warum es besonders bei Sonnenschein so gefährlich ist und was es mit uns anrichtet.

Im Klima-Update-Video erklärt Christian Häckl, welche Faktoren die Ozonschicht wieder gefährden.

Was ist Ozon?

Ozon setzt sich zusammen aus drei Sauerstoffatomen und liegt in der Atmosphäre ausschließlich als Gasmolekül vor. Die höchste Ozonkonzentration in unserer Atmosphäre befindet sich in einer Höhe zwischen 15 und 30 km über dem Erdboden – besser bekannt als „Ozonschicht“. Die bodennahe Konzentration beträgt im Allgemeinen unter 100 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.

Bei schönem Wetter steigen die Ozonwerte

Allerdings wird die Ozonproduktion am Boden besonders während Schönwetterperioden, in denen hohe Temperaturen mit viel Sonneneinstrahlung über mehrere Tage hinweg herrschen, angeregt. Unter solchen atmosphärischen Bedingungen kommt es dann zu einer erhöhten Ozonkonzentration.

An der bodennahen Ozonproduktion sind verschiedene, komplexe Prozesse und chemische Verbindungen beteiligt. Hauptverantwortlich sind Stickoxide und sogenannte Ozon-Vorläuferstoffe, flüchtige organische Kohlenstoffverbindungen. Der vom Menschen verursachte Anteil dieser Substanzen stammt dabei aus dem Straßenverkehr, aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe sowie aus der Verwendung lösungsmittelhaltiger Farben und Lacke.

Ozon dringt in die Lunge ein und verursacht Augenbrennen und Kopfschmerzen

Die höchsten Ozonkonzentrationen treten meist am Stadtrand und in den angrenzenden ländlichen Gebieten, auf. Die Informationsschwelle, bei der die Bevölkerung über erhöhte bodennahe Ozonwerte informiert werden muss, liegt bereits bei 180 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft. Etwa 10 Prozent der deutschen Bevölkerung reagieren besonders empfindlich auf diese Mengen. Kinder und ältere Menschen sowie Menschen mit einer Atemwegserkrankung sind besonders betroffen. Ab einer Konzentration von 240 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft wird zum Schutz der Gesamtbevölkerung gewarnt.

Typische Erscheinungen, die bei erhöhten Ozonkonzentrationen auftreten können, sind Kopfschmerzen, Augenbrennen, Atembeschwerden sowie eine Beeinträchtigung der körperlichen Leistungsfähigkeit.

Wenn am Boden die Ozonwerte stark erhöht sind, kann sich das Gas mit seiner oxidierenden Wirkung negativ auf die Pflanzenwelt sowie die Gesundheit des Menschen auswirken. Beispielsweise dringt bei größeren Anstrengungen das nur gering wasserlösliche Ozon tief in die Lungenperipherie ein.

Was tun, wenn Ozonwerte hoch sind?

Die höchste Ozonkonzentration besteht immer nachmittags. Das hängt mit der beschriebenen Sonneneinstrahlung zusammen, die mittags am höchsten ist, wodurch die Ozonproduktion dann besonders stark angeregt wird.

Daher sollte man sich vor allem nachmittags schonen und so wenig wie möglich draußen sein. Beste Zeit also für ein Mittagsschläfchen. Alle, die nicht auf ihre sportlichen Aktivitäten verzichten wollen, legen diese besser in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden. Dann ist auch die beste Zeit zum Lüften der eigenen Wohnung, um die Ozonkonzentration in den eigenen vier Wänden möglichst gering zu halten.

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(avo/hha)