-61 Grad am Südpol

Kälteste Wintersaison in der Antarktis seit mehr als 60 Jahren

Kälteste Wintersaison in der Antarktis seit 1957

Während es in Europa erdrückend heiß war und mehrmals der Hitzerekord von 48 Grad zu fallen drohte, verzeichnete die Amundsen-Scott-Südpolstation in ihren Messdaten die kälteste Saison seit dem Jahr 1957. Der Frost führte dazu, dass sich das Meereis auf einem ihrer Höchststände befand.

Im Video: Während es im Osten der Antarktis eisig kalt ist, verliert der Westen sein Eis.

LESE-TIPP: Eis schmilzt im Westen der Antarktis in Rekordtempo

Meereis wuchs auf Rekordgröße an

Amundsen-Scott-Station in der Antarktis, Südpol
In der Amundsen-Scott-Südpol-Station wurden zwischen April und September -61 Grad im Durschnitt gemessen. © deutsche presse agentur

Es war außergewöhnlich kalt am Südpol in der Zeit von April bis September. Das ist erstmal nicht außergewöhnlich, aber in diesem Jahr war es etwas extremer als üblich. Die durchschnittliche Temperatur, die an der Amundsen-Scott-Südpolstation des United States Antarctic Programms betrugen -61 Grad. Das waren rund 4,5 Grad weniger als der Durchschnitt der vergangenen 30 Jahren. Demnach war es die kälteste Zeit seit dem Jahr 1957 und hatte Auswirkung auf den Meereisspiegel, der im August als fünftgrößter jemals gemessener in die Historie eingeht. Das gab das amerikanische National Snow-And-Ice-Datenzentrum bekannt.

Knapp -80 Grad in östlicher Antarktis

Die Kälte war zwar außergewöhnlich, selbst für den kältesten Ort der Welt. Doch bezeichnen Wissenschaftler den Rekord als Ausreißer in einer Zeit, wo die Erderwärmung zunimmt. Wie der Klimatologe Maximiliano Herrera erklärte, halte das kalte Wetter das antarktische Plateau weiterhin fest im Griff. So hätten die Temperaturen in der russischen Wostok-Station (östliche Antarktis) in der vergangenen Woche -79,4 Celsius betragen. Das seien weniger als 1 Grad (0,6 Grad) über der niedrigsten Temperatur, die jemals in einem Oktober aufgezeichnet worden seien.

Das ist aber noch nicht die kälteste jemals gemessene Temperatur. Auf dem antarktischen Plateau im Osten des Südpols wurden bereits -93 Grad und weniger gemessen. Wie das Helmholtz-Institut mitteilt, wurden diese extremen Temperaturen vom NASA-Erdbeobachtungssatellit „Landsat 8“ vornehmlich in den Monaten Juli und August gemessen.

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(kfb)