Aktuelle Unwetterwarnungen: Heftige Unwetter- und Überschwemmungsgefahr

Bis Samstagmorgen sind in Deutschland gebietsweise Starkregen mit Überschwemmungsgefahr und teils blitzintensive Gewitter möglich!

Vor allem im Harz und im südlichen Niedersachsen kann es erneut zu Hochwasser kommen. Angesichts von bis zu 70 Liter Regen pro Quadratmeter ist es nicht ganz unwahrscheinlich, dass Leine, Oker, Innerste und andere Flüsse erneut über die Ufer treten, teilte der Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz mit. Betroffen seien diesmal voraussichtlich aber nur land- und forstwirtschaftliche Flächen. Das Ausmaß des jüngsten Hochwassers werde jedenfalls nicht erreicht. Ende Juli waren Tausende Anwohner im südöstlichen Niedersachsen vom Hochwasser betroffen.

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Zu den aktuellen Unwetterwarnungen in Deutschland

Deutschland liegt im Übergangsbereich sehr kühler Luft über Westeuropa und sehr warmer Subtropikluft über Ost- und Südeuropa. Dort, wo die unterschiedlichen Luftmassen aufeinander treffen entwickeln sich starke Regengebiete und in der sehr warmen Luft über Ostdeutschland teils heftige Gewitter mit Unwetterpotenzial.

Am Samstag wandert der für das usselige Wetter verantwortliche Tiefdruckkomplex unter Abschwächung langsam weiter Richtung Nordosten. Gleichzeitig erreicht aber ein neuer Tiefausläufer den Nordwesten Deutschlands. Sein Regengebiet vereinigt sich quasi mit den ehemaligen Regengebieten und so nimmt die Wetterbesserung etwas mehr Zeit in Anspruch.

So sieht die Gefahrenlage aus:

In der Nacht zum Samstag ziehen die gewittrigen Starkregenfälle im äußersten Osten allmählich nordostwärts ab, anfangs sind aber noch markante Entwicklungen wahrscheinlich und Unwetter nicht ausgeschlossen. In der zweiten Nachthälfte entspannt sich die Lage dort aber rasch.

Der Dauerregen in den mittleren Landesteilen weitet sich noch ein wenig nach Norden aus, eventuell werden auch Erweiterungen der Warnung nach Osten erforderlich. Aufsummiert seit Donnerstagabend fallen bis Samstagvormittag 30 bis 50 Liter, gebietsweise auch bis 70 Liter auf den Quadratmeter. Im Laufe der zweiten Nachthälfte lässt die Intensität der Regenfälle allmählich nach.

Auch im Südwesten fällt gebietsweise schauerartiger Regen, anfangs vereinzelt auch mit kurzen Gewittern, allerdings tritt dort nur stellenweise Starkregen auf.

Im Süden und Osten gibt es dagegen kaum mehr Niederschläge und die Wolken lockern auf.

Am Samstag lässt auch im Westen der Regen nach. Warmwürdige Mengen sind nicht mehr zu erwarten.