Lenz hebt ab

Hoch PETER schickt uns mit Volldampf in den Frühling

von Björn Alexander und Martin Pscherer

Dass der Frühling zuletzt noch etwas auf die Bremse treten musste, lag nicht zuletzt am kalten Ostwind und den oft frostigen Nächten. Beides ist aber bald passé und dann geht der Lenz auf die Überholspur. RTL-Meteorologe Martin Pscherer checkt für uns die Wetterfakten der kommenden Tage.

Was geht in Sachen Sonnenschein?

Die Prognose der Sonnenstunden für Deutschland - bis zu 12 Sonnenstunden erwarten uns verbreitet
Bis zu 12 sonnige Betriebsstunden - mehr geht momentan nicht

„Bis zum Wochenende bleibt es sonnig und trocken”, erläutert Pscherer beim Blick auf die Berechnungen der Wettercomputer. Wenn überhaupt, dann seien am ehesten im Westen und Nordwesten ein paar Wolken unterwegs. Aber auch hier seien gerne mal an um die 10 Sonnenstunden möglich.
Im großen Rest des Landes zeige sich der Himmel sowieso mehrheitlich blank geputzt, so dass „verbreitet an die 12 Stunden Sonne drin sind - mehr geht derzeit nicht”. Grund hierfür sei zunächst einmal Hoch PETER mit seinem Zentrum über der Ostsee und Polen. Und weil sich das Hoch langsam südwärts verlagert, hat der Wetterexperte sogar auch noch gute Nachrichten für die Temperaturen.

Der Frühling 2022 will es jetzt endlich mal wärmer

Die Deutschlandkarte mit der Vorhersage der Höchstwerte - vielfach erwarten uns 15 bis 18 Grad
Frühlingswärme breitet sich aus - im Westen wackelt die 20 Grad-Marke

Nicht nur, dass der teilweise fiese Ostwind jetzt schwächer wird, auch dreht er weiter auf südlichere Richtungen. Das hat laut Pscherer für uns zur Folge, dass es jetzt immer wärmer wird: „In den kommenden Tagen erreichen die Temperaturen vielerorts zwischen 15 und 18, am Rhein bis 20 Grad. Einzig direkt an der Küste bleibt es im Seewind spürbar frischer mit teils kaum 10 Grad.” Das sei aber bei Wassertemperaturen von 5 bis 8 Grad auch nur wenig verwunderlich.

Sonnenanbeter aufgepasst

„Die Sonnenbrandgefahr sollten wir in nächster Zeit auf gar keinen Fall unterschätzen”, weiß der Meteorologe und deutet auf die UV-Werte, die „meistens im mittleren, im Süden sogar schon im hohen Bereich mit Stufe 6 liegen”. Damit sollten sich empfindliche Hauttypen - gerade ausgangs des Winters, wenn die Haut noch nicht vorgebräunt ist, mit entsprechenden Sonnencremes schützen. Ansonsten ist der erste Sonnenbrand des Jahres schon vorprogrammiert - besonders in der trocken-klaren Luft, die die Sonnenstrahlen ziemlich ungehindert passieren lässt.

Zur Prognose: So entwickelt sich die Sonnenbrandgefahr

Tags sonnig und mild - ist es auch nachts weniger frostig?

Hier schätzt Pscherer die Entwicklung so ein, dass es zunächst noch gerne Frost oder Bodenfrost geben dürfte; wobei sich insbesondere der Westen schon häufiger frostfrei präsentieren werde. Ein Trend, der sich ab der Wochenmitte immer öfter durchsetzen wird: „Zum Wochenende sieht das Gros der Computermodelle nur noch rund um die Mittelgebirge frostige Nächte.”

Wettervorhersage und Temperaturen für Deutschland, Europa und weltweit

Wettercheck im Überblick

Hier noch einmal die wichtigsten Fakten:

  • Hoch PETER sorgt für Sonne satt
  • Temperaturen spielen ebenfalls mit
  • Meistens bei 15 und 18 Grad, am Rhein bis 20 Grad
  • Einzig direkt an der Küste ist es kühler
  • Auch der Nachtfrost zieht sich langsam in die Berge zurück
  • In der klaren Luft ist die Sonnenbrandgefahr zum Teil schon deutlich erhöht
  • Regen ist vorerst keiner mehr in Sicht, was wiederum die Waldbrandgefahr auf einem erhöhten Niveau hält - oft mit Stufe 3 bis 4 (von 5)
Lese-Tipp: Mehr Sonne geht kaum – März 2022 könnte Sonnenrekord brechen

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(bal)