Der Wetter-Tag bei wetter.de

Sternenklare Nacht mit kühlem Norden

Guten Tag liebe Wetter-Freundinnen und -Freunde! Das sind unsere Wetter und Klima-News des Tages:

In der Nacht bleibt es meist sternenklar, im Norden ziehen lockere Wolkenfelder durch. An der Nordsee wird es zum Morgen hin wolkiger, überall bleibt es trocken. Die Temperaturen sinken auf 17 Grad auf den Nordseeinseln und in den großen Städten an Rhein, Ruhr, Main und Saar. Im ländlichen Südbrandenburg werden 9 Grad erreicht, in einigen Tallagen der Mittelgebirge noch weniger.

Neuer Waldbrand in Canakkale breitet sich rasant aus

In der westtürkischen Provinz Canakkale ist erneut ein Waldbrand ausgebrochen, der sich wegen starker Winde schnell ausbreitet. Menschen in gefährdeten Gebieten wurden laut Gouverneur Ömer Toraman über See und Land evakuiert. Der Flughafen ist für zivile Flüge gesperrt, eine Schnellstraße wurde blockiert. Im Einsatz sind sieben Löschflugzeuge und sechs Helikopter. Die Westtürkei leidet derzeit unter Hitze, Trockenheit und Sturmwarnung.

Erdrutsch in Pakistan tötet sieben freiwillige Helfer

In der Ortschaft Danyor in Gilgit-Baltistan im Norden Pakistans sind sieben freiwillige Helfer bei einem von Fluten ausgelösten Erdrutsch ums Leben gekommen, wie die örtliche Rettungsbehörde der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Sechs weitere wurden verletzt. Die Helfer reparierten einen Entwässerungskanal, der zuvor durch Fluten beschädigt worden war. Seit Beginn der Monsunzeit Ende Juni gab es in Pakistan mehr als 300 Tote. In Gilgit-Baltistan werden zudem zehn Touristen vermisst, nachdem Sturzfluten sie fortgerissen hatten. Mehrere Dörfer sind derzeit von der Versorgung abgeschnitten.

Hitzewelle: Kommen Unwetter oder nicht? eine äußerst schwierige Frage

Gewitter über Frankfurt
Unwetter über Frankfurt sind nicht auszuschließen.

Sehr oft haben wir es bei Hitzewellen mit schweren Gewittern zu tun. „Erst Hitze - dann Blitze” - das ist oft die Losung. Diesmal ist der Fall tückisch. Noch ist die Luft sehr trocken, wir haben es mit heißer Wüstenluft aus der Sahara zu tun. Deshalb sind die Modelle und die Meteorologen diesmal sehr vorsichtig, was Unwetter mit Gewitter und Starkregen angeht.

Aber - wie es unser Meteorologe Rainer Buchhop formulierte: „Wenn es dann mal ein bisschen Feuchtigkeit in die Luft schafft, entstehen schnell Unwetter und die wiederum können dann auch sehr stark ausfallen.” Nur werden diese Unwetter bei der anstehenden Hitzewelle tendenziell eher kleinräumig auftreten. Es gibt also keine ganze Region, die stark gefährdet ist, vom Unwetter getroffen zu werden. Aber möglich ist ein schweres Gewitter ab Dienstag allemal.

Rekordregen: Drei Millionen Menschen sollen ihre Heimat verlassen

Rescue workers conduct search and rescue operation for a missing man at the landslide site caused by heavy rain in Kosa Town, Japan
Angesichts heftiger Regenfälle und Überschwemmungen im Südwesten Japans haben die Behörden Millionen Menschen zur Evakuierung aufgerufen.

Angesichts heftiger Regenfälle und Überschwemmungen im Südwesten Japans haben die Behörden Millionen Menschen zur Evakuierung aufgerufen. Laut der Katastrophenschutzbehörde wurde am Montagmorgen mehr als drei Millionen Menschen die Evakuierung empfohlen. Etwa 384.000 Einwohner der am stärksten vom Starkregen getroffenen Region Kumamoto seien von der höchste Warnstufe betroffen. Mehrere Menschen würden infolge von Erdrutschen vermisst.

„Die Situation ist lebensbedrohlich”, erklärte der japanische Wetterdienst mit Blick auf Erdrutsche und Überschwemmungen. „Selbst an Orten, an denen normalerweise keine Katastrophen zu erwarten sind, ist höchste Wachsamkeit geboten.”

Medienberichte aus verschiedenen Ortschaften in Kumamoto zeigten Häuser, Geschäfte und Fahrzeuge, die etwa einen Meter tief unter Wasser standen. Angeschwollene Flüsse rissen Fahrzeuge mit und beschädigten Straßen.

Gebäude zerstört: Erdbeben der Stärke 6,1 erschüttert Westen der Türkei

Erdbeben in der Türkei
Erdbeben in der Türkei.

Bei einem Erdbeben im Westen der Türkei ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen, 29 weitere wurden verletzt. Das Beben der Stärke 6,1 ereignete sich am Sonntagabend in der Provinz Balikesir nahe der Stadt Sindirgi, wie die türkische Katastrophenschutzbehörde mitteilte. „Eine 81-jährige Person verstarb kurz nachdem sie aus den Trümmern gerettet worden war”, sagte der türkische Innenminister Ali Yerlikaya vor Journalisten in Balikesir. Von den 29 Verletzten sei niemand schwer verwundet.

In den Dörfern rund um Sindirgi stürzten nach Angaben des Ministers 16 Gebäude ein. Im Stadtzentrum von Sindirgi stürzte nach Angaben des Bürgermeisters Serkan Sak ein dreistöckiges Haus ein. „Sechs Menschen wohnten in diesem Gebäude”, sagte Sak dem Sender NTV. „Vier Menschen wurden aus den Trümmern geborgen.”

Südeuropa ächzt: Verbreitet schon 40 Grad und mehr

Die Hitze macht sich in Europa breit: Die 40 Grad gab es gestern in Spanien, Frankreich, Italien, aber auch auf dem Balkan in Albanien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro oder in Serbien. Mit 43 Grad war Merida in Spanien der vorläufige Spitzenreiter. Aber die Hitze schaffte es auch nach Nimes in Frankreich oder nach Florenz in Italien. Städte heizen sich besonders auf, es fehlt Stadtgrün, das die Hitze aufnehmen könnte. Beton hingegen wirkt wie ein Verstärker.

Traumhafter Montag, ehe die Bullenhitze kommt

Wetter in Baden-Württemberg
Der Montag wird ein wahnsinnig schöner Tag.

Für alle, deren Urlaub bereits beendet ist oder bei denen er dieses Jahr ausfällt, kein Problem: Heute wird ein Traumtag mit nur harmlosen Wolken im Norden und sonst Sonne satt. Das Wetter heute ist schnell erzählt, ein paar Wolkenschleier im Norden, im Süden erreichen wir das Maximum von knapp 15 Stunden, abends wird es vor allem an der Nordsee etwas milchiger - sonst ein Traumtag mit Temperaturen von 22 Grad an der See bis 32 Grad an der Grenze zu Frankreich.

Schulstart bei Hitze - muss das sein?

So schnell ist es wieder vorbei: Ferienende für die ersten Bundesländer in Deutschland. Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen starten nach sechs freien Wochen am heutigen Montag ins Schuljahr 2025/26. Damit endet auch die Phase, in der ganz Deutschland für kurze Zeit zeitgleich Ferien hatte.

Ausgerechnet jetzt kommt die Hitze ins Land. Die armen Erstklässler werden gleich mit Hitze konfrontiert. Wie die Hitze ins Land kommt, erfahrt ihr hier

Hitze in Frankreich schon angekommen - bei uns noch angenehm

In Frankreich hat eine neue Hitzewelle begonnen: Dutzende Départements im Süden des Landes wurden in Alarmbereitschaft versetzt, die 40 Grad sollten das Land schon am Sonntag erreichen. Der Höhepunkt der Hitzewelle wird nach Angaben des Wetterdienstes Anfang kommender Woche in weiten Teilen des Landes erwartet. Der Wetterdienst warnte zudem vor einer hohen Waldbrandgefahr im Mittelmeerraum.

So heiß wird es bei uns.
So heiß wird es bei uns.

Bei uns sind die Temperaturen heute noch erträglich. Die 30-Grad-Marke wurde in vielen Orten im deutschen Südwesten geknackt. Der Sonntag war generell sehr angenehm bei uns, die Hitze aber kommt nun ins Land. Es wird hart, 38 Grad, die wir Mittwoch/Donnerstag erreichen, sind gesundheitsgefährdend und kaum zu ertragen. Hier der Fahrplan in die Hitze:

Edersee-Atlantis taucht auf - Stausee läuft bedenklich leer - Weser bekommt kaum mehr Wasser

Schwimmen, segeln, surfen: Der Edersee mit seinen Wasseraktivitäten ist im Sommer ein Touristenmagnet. Derzeit ist das Gewässer im Landkreis Waldeck-Frankenberg allerdings nur noch zu einem Fünftel gefüllt. Wer ein Bad nehmen möchte, der muss zunächst eine Sand- und Steinwüste überqueren, bevor er das kühle Nass erreicht. Manche Freizeitaktivitäten sind aktuell nicht mehr möglich.

Niedriger Pegel am Edersee
Das Edersee-Atlantis ist wieder da. Viel früher als sonst. Der Stausee hat bedenklich wenig Wasser. Mit Folgen für die Weser und die Schifffahrt.

„Die Wassersportbetriebe wie Surf- und Segelschulen können zum Teil gar nicht mehr arbeiten”, sagt Thomas Hennig vom Regionalverband Eder-Diemel (RVED). Viele Boote hätten den See schon verlassen müssen, weil die Steganlagen trockengefallen seien. Das sei für Gastro und Servicegeschäfte existenzbedrohend.

Infolge des niedrigen Wasserstands tauchen die Überreste der Siedlungen in diesem Jahr früher als gewöhnlich auf - das sogenannte Edersee-Atlantis. Die Reste dreier aufgegebener Dörfer auf dem Seegrund sind eine Attraktion und locken alljährlich Tausende Besucher an. 1913 wurden wegen des Baus der Sperrmauer am Edersee die drei im Edertal liegenden Dörfer Asel, Berich und Bringhausen überflutet, die Bewohner wurden umgesiedelt.

Der Edersee hilft aber auch der Weser mit Wasser. Und da der Füllstand nun unter 20 Prozent liegt, kommt nicht mehr viel Wasser für die Weser aus dem Stausee. Eine gewerbsmäßige Schifffahrt sei bald auf der Weser kaum noch oder gar nicht möglich, da die Schiffe einen zu hohen Tiefgang hätten. Und Regen ist nicht in Sicht....

Waldbrandgefahr wird nächste Woche wieder sehr hoch sein

Die Waldbrandgefahr steigt.
Die Waldbrandgefahr steigt.

Wegen der Hitze und der Trockenheit steigt die Waldbrandgefahr nun wieder an. Schon am Mittwoch erwarten die Experten vom Deutschen Wetterdienst (DWD) schon wieder Stufe 4 von 5 in vielen Teilen Deutschlands, allen voran in der südlichen Mitte, wo es am heißesten wird und im stets trockenen Osten.

Wetterlage: Hoch Julia hat alles im Griff

Julia thront über uns.
Julia thront über uns.

Das großflächige Hoch Julia mit Zentrum über Deutschland sorgt aktuell für ruhiges Hochsommerwetter; der hohe Luftdruck bleibt uns auch die nächsten Tage größtenteils erhalten. Am Donnerstag ist in Zusammenhang mit einem kleinen Randtief eine leichte Störung zu erwarten.

(mit dpa)