Mittelgebirge dürfen sich auf weiße Pracht freuen
Fahrplan ins Winter-Comeback: Erst Sturm, dann Winter mit Neuschnee
Die gute Nachricht vorweg: Die „Regenzeit“ ist bald vorüber. Sie verabschiedet sich allerdings ziemlich stürmisch, ehe wir ab Sonntag polare Luft anzapfen, die uns ein Winter-Comeback beschert. So läuft der Fahrplan in den Winter.
Unser 7-Tage-Wettertrend: Jetzt kommt Schnee statt Regen
Stürmisches Wochenende vor allem an der Küste

Sturm: Bis sich die kühlere Luft mit der Einwinterung endgültig durchsetzt, müssen vor allem die Nordlichter noch durch eine stürmische Phase gehen. Schon jetzt, aber auch am Wochenende erwarten wir in der Nordhälfte im Flachland starke bis stürmische Böen. Im Bergland und an der Küste gibt es richtig Sturm mit schweren Sturmböen. Die läuten am Sonntag den Wetterwechsel ein. Vor allem direkt an der Küste und in exponierten Lagen wird der Sonntag ein sehr stürmischer Tag. An der Nordsee sind schwere Sturmböen bis über 100 km/h möglich – selbst einzelne Orkanböen bis Tempo 120 sind nicht auszuschließen.
Von Norden her kommt dann die kalte Luft, die zuerst Graupelschauer im Nordwesten und eine sinkende Schneefallgrenze bringt. Und damit sind wir bei der Rückkehr des Winters angelangt.
Wo fällt denn der Schnee - und wieviel wird es?

Wintercomeback: Ab Sonntag wird es von Norden her schrittweise kälter. Zunächst fällt im Bergland Schnee. Die Schneefallgrenze sinkt im Laufe des Tages auf 600 bis 800 Meter. Das bedeutet für die Höhen von Sauerland, Rhön, Thüringer Wald, Fichtelgebirge und Erzgebirge: Es wird weiß.
Zum Beginn der neuen Woche fallen die Flocken dann auch bis in tiefere Lagen, so dass die Formel gilt: im Flachland nasskalt, im Bergland zunehmend winterlich mit Schnee und Rutschgefahr.
Welche Neuschneemengen sind zu erwarten? Bis Mitte der Woche fallen mindestens 5 bis 10 Zentimeter auf die jetzt noch grünen Bergkuppen. Die größten Schneemengen kommen wohl im Schwarzwald und am Alpenrand runter, da sind 30 bis 50 Zentimeter möglich. Da kommt dann richtig Winterfeeling auf, während es im Flachland wohl nur sporadisch und dann auch nur für ein paar Stunden weiß werden kann. Aber immerhin!
Winter will wieder mitspielen

Nun bleibt noch die Frage, wie nachhaltig wird dieser Wintervorstoß? Es sieht tatsächlich ganz gut aus, dass der Schnee zumindest da erhalten bleibt, wo er so dringend gebraucht wird: auf den Bergen.
Auch die Liftbetreiber in den deutschen Mittelgebirgen können sich freuen und es mag sich wohl für sie lohnen, die Schneekanonen anzuwerfen. Das lassen die Temperaturen in der kommenden Woche absolut zu.
Motor des Winters - derPolarwirbel in der Vorhersage
In der Vorhersage wird die Temperatur in einigen Kilometern Höhe dargestellt. Je gleichförmiger die blauen, also kalten Bereiche zusammenhängen, umso stärker ist der Polarwirbel. Werden hingegen große Lücken und mildere Einschübe in Richtung Nordpol berechnet, dann ist der Wirbel instabiler. Bei einem Polarwirbel-Split teilen sich die blauen Flächen in zwei Teile auf.
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(osc)