Heftiger Schneesturm

Zwei Meter: Rekordschnee in den USA - auch New York getroffen

Frühe Eiszeit in den USA. Rund um die Großen Seen im Nordosten der USA hat es rekordverdächtige Schneemengen für Ende November gegeben. Mindestens drei Menschen kamen in den Massen von Schnee ums Leben. New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul sagte, das sei wohl ein Eintrag für die Rekordbücher. Es musste sogar ein NFL-Spiel verlegt werden.

Schnee ohne Ende: Das ist der Lake Effect

Zwei Meter Schnee in kurzer Zeit

Heftige Schneefälle haben kurz vor Thanksgiving Teile des US-Bundesstaates New York lahmgelegt und mehrere Menschenleben gefordert. Rund zwei Meter Schnee gingen laut Nationalem Wetterdienst bis etwa auf die Stadt Orchard Park südlich von Buffalo nieder. Zeitweise fielen mancherorts mehr als 15 Zentimeter Schnee pro Stunde, berichtete die „New York Times“.

Damit könnte ersten Einschätzungen zufolge ein neuer Rekord gebrochen worden sein für den meisten Schneefall innerhalb von 24 Stunden. „So etwas ist noch nie passiert“, sagte Hochul. Die Gouverneurin von New York hatte in einigen Regionen den Notstand ausgerufen.

Lake Effect bringt krasse Schneemengen in die großen Städte

David Frothingham cross country skis in the aftermath of two days of lake-effect snow, along Hoyt Lake in Buffalo, N.Y., Sunday, Nov. 20, 2022. Just south of Buffalo, towns are still working to dig out from the lake-effect storm, but in parts of the
Der frühe Schneefall im November hat auch seine schöne Seiten.

Der Sturm führte zu Straßensperrungen, Fahrverboten und Dutzenden Flugausfällen am internationalen Flughafen in Buffalo, hieß es beim Sender „CNN“. Die American-Football-Liga NFL verlegte eine Partie zwischen den Buffalo Bills und den Cleveland Browns kurzfristig nach Detroit.

Ein Grund für den Wintereinbruch ist der „Lake Effect“. Dabei streicht extrem kalte Luft über die Großen Seen im Norden der USA, deren Wasser noch erheblich wärmer ist. Feuchtigkeit steigt auf, wird vom Luftstrom mitgenommen und schneit dann in schmalen Niederschlagsbändern über Land an der Südostseite der Seen ab.

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Der Polarwirbel: Gigant des Winters in der Vorhersage

In der Vorhersage wird die Temperatur in einigen Kilometern Höhe dargestellt. Je gleichförmiger die blauen, also kalten Bereiche zusammenhängen, umso stärker ist der Polarwirbel. Werden hingegen große Lücken und mildere Einschübe in Richtung Nordpol berechnet, dann ist der Wirbel instabiler. Bei einem Polarwirbel-Split teilen sich die blauen Flächen in zwei Teile auf.

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(osc)