Diese Wissenschaft versucht klimatische Verhältnisse und Klimaveränderungen in der Vergangenheit zu rekonstruieren

Wetterlexikon: Paläoklimatologie

Wetterlexikon: Paläoklimatologie
Die Blütezeit der Dinosaurier begann vor ca. 230 Millionen Jahren in der Triaszeit. © dpa, Holger Hollemann, hoh jol gfh jol

Was ist die Paläoklimatologie?

Die Paläoklimatologie ist eine Wissenschaft, die versucht, klimatische Verhältnisse und Klimaveränderungen in der Vergangenheit zu rekonstruieren. Dabei bedient man sich der Erkenntnisse verschiedener anderer Wissenschaftsdisziplinen, unter anderem der Geologie, Meteorologie, Ozeanographie und Paläontologie. Die deutsche Paläoklimatologie wurde vom Geologen Karl Friedrich Schimper Mitte des 19. Jahrhunderts begründet.

Die vergangenen Erdzeitalter liefern einen wichtigen Beitrag bei der Vorhersage der Klimaveränderungen in der Zukunft

Paläoklimatologen erstellen in Simulationen Modelle der klimatischen Bedingungen in vergangenen Erdzeitaltern, die einen wichtigen Beitrag bei der Vorhersage von zukünftigen Klimaveränderungen, seien es Klimaerwärmung oder neue Eiszeiten, leisten können. Darüber hinaus werden Aussagen über die weltweiten Auswirkungen von abrupten Klimawechseln im Laufe der Erdgeschichte getroffen.

Informationen für paläoklimatologische Studien kommen entweder aus historischen Wetteraufzeichnungen oder einer Kombination verschiedener Naturwissenschaften. So kann man zum Beispiel aus Pollen in Eiskernbohrungen in Grönland oder der Antarktis auf die Vegetation zum Zeitpunkt der Entstehung der arktischen Eispanzer schließen. Auch archäologische Untersuchungen über die Lage von Siedlungen und Volksgruppenmigration werden bei der Erstellung von Klimamodellen mit einbezogen.